Mittwoch, 16. Dezember 2015

ICH BIN EINE MINDERHEIT

Ja, ich habe diese Woche lernen müssen, dass ich zu einer Minderheit gehöre.

Das wurde mir mitgeteilt, da ich es gewagt hatte, die Heilige Helene und ihre jaulige Weihnachts-CD zu kritisieren. Und zusätzlich habe ich noch meine Nichtfreude am Weihnachtsfest bzw. der Vorweihnachtszeit kundgetan, denn diese übertrieben praktizierte Fröhlichkeit, mit der man auch den größten Einkaufs- und Geschenke-Ausdenk-Stress begeht, gehen mir einfach nur auf die Nerven.

Ja, und da braucht es nur ein Zeile von Hexen-Helene, die nicht bezaubert, sondern das Fass zum Überlaufen bringt.

Da ich mich zwischendurch aber auch mal selber gerne reflektiere und mich gefragt habe, ob ich wirklich zu einer Minderheit gehören möchte, die weder die deutsche Schlagerqueen noch das Fest um die Geburt des Herren idealisiert, bin ich noch zu einer ganz anderen Erkenntnis gelangt:

Ich habe nämlich festgestellt, ich gehöre nicht zu einer Minderheit, nein ich BIN eine Minderheit.

Ich bin ich. Und nur ich  - meine ganz eigene kleine Minderheit mit meiner ganz eigenen Meinung. 

Mit meinen Empfindungen, meinen Gefühlen, mit allem was mich ausmacht.

Ich habe meine eigene Meinung und wisst ihr, was mich noch zu einer weiteren Minderheit und fast ausgestorbenen Rasse macht: Ich vertrete diese auch und bin nicht wie das Fähnlein im Wind und passe mich nicht der Gesellschaft an wie ein willenloses Chamäleon.

Ich gönne mir den Luxus, ich zu sein. 

Ich darf anders sein und anders denken, das kann mir nämlich keiner nehmen. Und wenn man sich einmal so bedenkt und akzeptiert hat, fühlt sich das verdammt gut an.


Nur einen Haken oder ein paar Dinge gibt es doch doch beim Umgang mit den "Mehrheiten" zu beachten, wenn wir nicht vorhaben als Einsiedler zu leben und die Zivilisation hinter uns zu lassen (darüber nachgedacht habe ich schon, als mir mal wieder ein Einkaufswagen in den Hacken steckte):

Folgende Regeln wären ganz angebracht:


Habe deine Meinung, aber…

… urteile nicht schlecht über andere Menschen und Meinungen, denn du steckst nicht in Ihrer Haut.


… bewerte andere Menschen nicht, denn du kannst deine Empfindung, deine Gefühl nicht steuern. Sie sind gehören zu dir und machen dich nicht besser und schlechter als andere.

… verletze niemanden bewusst mit deiner Meinung, versuche deine Meinung angemessen zu kommunizieren.

… erkläre deinen Standpunkt, denn wie soll man dich sonst überhaupt verstehen?

… höre dir andere Meinungen an, nur so kannst du andere verstehen und nur deine Meinung festigen oder auch mal revidieren, was nichts mit ständiger Anpassung zu tun haben darf, aber auch mal eine Erkenntnis sein kann, wenn man wirklich falsch lag oder noch keine andere Sichtweise in Betracht gezogen hat.

Ich werde die Fischerin und ihr Getue nimmer mögen. Ich mag aber ebenso wenig ABBA und Death Metal.


Ich mag das Weihnachtsfest bei der Familie, aber nicht die Weihnachtslieder, die ich hören und die Schlachten, die ich mit Fremden in Geschäften schlagen muss.

Ich mag Hunde und kann Katzen nicht leiden. Ich esse lieber Tofu als Fleisch.

Ich gucke lieber „Stromberg“ als „Sex in the City“. Ich höre lieber Hörbücher statt zu lesen und da lieber Thriller als Liebesromane.

Ich mag die Kälte eher als die Wärme und den Abend eher als den Morgen. Den Mond und die Sterne lieber als sie Sonne. 

Und für einen Cola-Bacardi lasse ich auch mal ein Glas Champagner stehen.


Ich bin kein Mainstream, ich bin anders und ich mag die Menschen, die mich und sich selber akzeptieren können, denn die fühlen sich auch nicht immer gleich angegriffen.


PS. Danke K. für diese Erkenntnis – und das ist ernst und nicht böse gemeint J!




Mal anders, mit Spitzen, Ecken und Kanten :)

Freitag, 11. Dezember 2015

VON DEM FLUCH IMMER ERREICHBAR SEIN ZU MÜSSEN

Ich bin dann mal weg – wie gerne würde ich das viel öfters sagen, doch wie oft kommt das eigentlich vor, dass man sich mal „rarmachen“ kann? Rarmachen darf? Ok, ich bin selbstständig und auch immer gerne für meine Kunden da – wenn es nicht gerade morgens vor halb acht ist. 

Aber was ist mit der kurzen und kostbaren privaten Zeit? Und wie oft, wird selbstständig damit verwechselt, dass man sich ja für alles und jeden auch Zeit nehmen kann, wenn man das bloß will?

Wenn man ehrlich ist, darf man doch fast gar keine Nachricht nicht mehr lesen und kein Telefonat nicht mehr annehmen. Überall musst du präsent sein. Du bist durchsichtig und online. Du sieht, wann wer was bei facebook postet, du siehst die verdammten blauen Häkchen bei WhatsApp und jeder erwartet, dass du dein Telefon überall mit hinnimmst bzw. deinen Toilettengang nach Möglichkeit sofort abbrichst, wenn deine Smartphone wieder bimmelt.

Ach nein, es bimmelt ja nicht mehr – es singt in den schönsten Tönen deiner Lieblingsmusik, die du dann aber auch schon bald verfluchst, weil du das ständige blöde Gesinge nicht mehr ertragen kannst.
Ich sehne mich manchmal zurück zu den Zeiten, als ich noch die Tasten des Festnetztelefon drücken durftest, dass auf dem Flur durch die Schnur festgekettet war. Da war ein Anruf noch ein Erlebnis war und es war spannend, wer da anrief.

Und wenn dann der momentan aktuelle Schwarm tatsächlich dran war, dann musste man erst einmal nach Luft ringen und wenn es doch wieder „nur“ die Oma war, um zu erzählen, dann hat man sich trotzdem gefreut, da Anrufe generell selten und kostbar waren.

Es gab auch noch ein Besetztzeichen und keine bescheuerte Anrufklopffunktion, die einem bei einem wirklich wichtigen Telefonat den allerletzten Nerv rauben kann. Besonders wenn der zweite Anrufer es dann drei Mal innerhalb von fünf Minuten versucht.

All diesen Menschen verrate ich nun mal etwas:  Man kann eure Nummer sehen, denn diese Menschen die das tun, die zeigen ihre Nummer immer! Und wenn man telefoniert und aufgelegt hat, dann kann zurückrufen, wenn man nicht gerade bei einem anderen Kunden ist. Oder vielleicht auch erst später, wenn die Wut ein wenig verraucht ist und man am Telefon auch wieder lächeln kann.

Und wenn ich nicht zurück rufe, was sich dann auch nur auf den privaten Bereich beschränkt, dann möchte ich es vielleicht einfach auch nicht! Geschäftlich bin ich käuflich, das gebe ich offen zu – zahl mich und du bekommst mich. So einfach kann das manchmal sein.

Aber alles was mein Privatvergnügen angeht?

Seid mir nicht böse Leute, aber manchmal habe ich einfach weder Zeit oder gerade die Muße zurück zu rufen, da ich den ganzen Tag schon unterwegs war, den ganzen Tag schon geredet habe, den Kopf einfach voll habe oder gerade versuche mich auf etwas zu konzentrieren.

Oder einfach nur,  weil ich einfach mal unerreichbar und für mich sein will. Mein Zeit und meine Auszeit, das will ich und das brauche ich auch.

Das heißt jetzt nicht, dass jeder der mich gerade nicht erreicht, jetzt was Schlimmes von mir denken soll.

Aber wenn jeder mal ein bisschen selber nachdenken und ein bisschen an den anderen denken würde, bevor er gleich zum Smartphone greift und ihn mit Nachrichten bombardiert oder mit Fragen warum man nicht „erreichbar“ ist, dann hätten wir wahrscheinlich viel mehr Zeit und Lust, uns wieder zu begegnen und Zeit die schönen Dinge viel mehr zu genießen.




Freitag, 23. Oktober 2015

Der Herbst hat wundervolle bunte Seiten 






Weiter geht's - SERVICEWÜSTE II

Zum Wochenende durfte ich noch einmal eine ganz prima Dienstleistung in Anspruch nehmen. Ach nein, ich meine die ist wieder an mir vorübergezogen. Dieses Mal von der Deutschen Post.

Ich habe gerade durch Zufall gesehen, dass das Postauto vor der Tür stand. Da ich ein Paket erwartete stellte sich bei mir eine gewisse Vorfreude ein. Ich hörte eine Nachbarin mit dem Aushilfspostmann sprechen, ich hörte die Postkästen klappern, aber keine Klingel... Enttäuscht ging ich ans Badezimmerfenster, was angekippt war und sah den Postmann 1 dort auf das Auto zugehen, wo ein 2. Postmann war.

P1 sagte dann lachend und laut: "Ich bin aber auch böse...., aber denkst du, ich laufe hier jetzt ein paar Mal hin und her. Das hat jetzt alles eine."

Böse war daraufhin mein Stichwort! Ich stürzte zu meinem Briefkasten und da war doch wirklich eine Benachrichtigung, dass ich das Paket bei meiner Nachbarin abholen könnte!?!?!?

Ich bin dann erst mal zu P1 gegangen und habe ihn gefragt, warum er bei mir nicht geklingelt hat.

Hätte er gemacht. Er hätte überall geklingelt, sagte er mir.

Ich fragte, warum ich nichts gehört hätte? Meine Klingel sei wohl kaputt, sagte er.

Nö, sei sie nicht und ich habe die Klingel betätigt. Oh Wunder, so laut wie immer.

Dann habe ich ihn gefragt, was sein dämlicher Spruch zu seinem Kollegen denn bedeutet hätte, den ich gehört hatte (weil ich wie ein altes Weib hinter dem Fenster stand...). Ich wiederholte seinen Wortlaut und ich klang dabei echt richtig gereizt.

Das hatte bei ihm dann anscheinend einen völligen Gedächtnisverlust oder so etwas zur Folge, denn er sagte, er hätte gar nicht gesprochen.

Ich habe ihm gesagt, dass ich generell keine Stimmen höre, es sei denn, dass jemand spricht und ihm dann empfohlen sich mal checken zu lassen, denn wenn er sich nicht erinnere und da gerade ein anderer aus ihm gesprochen hätte, wäre das ja auch nicht ganz normal...



SERVICEWÜSTE WAREN (Müritz)

Seit einigen Tagen gibt ein weiteres Warener Geschäft, das mich nie wieder als Kunde haben wird.
Ich war neulich kurz in einem Schreibwarengeschäft, weil ich CD-Papierhüllen kaufen wollte. Da die Verkäuferin mich schon mit einem gekünstelten Lächeln und einer sonstigen "Sprich mich bloß nicht an"-Körperhaltung begrüßte, habe ich mich so auf die Suche gemacht.

Dabei kam ich auch an einige Folienstiften vorbei, wovon ich einen zur Begutachtung kurz in die Hand nahm, mich jedoch dagegen entschied und ihn, wie es allgemein wohl so üblich ist, zurück in seine Box legte. Ich fand dann relativ zügig die CD-Hüllen und ging zur Kasse.

Dort erwartete mich "Blondie", während eine andere Verkäuferin genervt versuchte einer anderen Kunden den Lotto Quicktipp zu erklären. Ich legte meine CD-Hüllen hin, sie scannte sie ein und fragte dann: "Sie hatten vorhin ja auch Stifte in der Hand. Wo sind die denn? Haben sie die noch irgendwo in einer Tasche einstecken?"

Ich war perplex und fast zu entsetzt, um zu antworten und das kommt nun nicht so häufig vor. Einen Kunden so zu behandeln und mir einen (versuchten) Diebstahl zu unterstellen, ist eine bodenlose Frechheit. Dass ich überhaupt noch relativ ruhig geblieben bin und ihr die Hüllen nicht direkt in die Visage gedrückt habe, bereue ich jetzt. Mein Ansage war deutlich, hat aber noch nicht vollständig meine Wut verrauchen lassen.

Meine erneute Erkenntnis: Der so hochgelobte persönliche Kontakt in kleinen Geschäften ist nur etwas wert, wenn er nicht immer wieder von dummen Menschen mit Füße getreten wird.
Ich jedenfalls kann als Kunde gerne darauf verzichten und begebe mich demnächst nicht wieder in die Stadt, um regionale Geschäfte zu unterstützen, sondern bevorzuge wieder die Anonymität des Internets, lasse mir die Waren ins Haus liefern, profitiere nebenbei noch von den günstigeren Preisen und bestreite stressfrei meinen Tag!


Samstag, 8. August 2015

Der wohl schönste Tanz des Lebens…


Ich habe neulich ein paar alte Fotos für eine ganz lustige facebook-Aktion durchgeschaut, bei der man an 5 aufeinanderfolgenden Tagen 5 Fotos von sich posten sollte, die älter sind als 15 Jahre. Ich bin ja sonst nicht so ein Freund von so etwas, aber ich hatte schon so viele lustige Bilder gesehen, dass ich nun auch einfach mal „dran“ war.

Ich schaute nach mehr oder weniger vernünftigen Bildern und stieß auf die Bilder meines Abiballs und habe mich sofort in Erinnerung daran verloren. Wow, was für ein großartiger und bedeutender Abend! Du warst befreit, weil du das Abitur geschafft und hinter dir hattest und es sollte nach allen lustigen Streichen und Veranstaltungen  im Schulgebäude dort auf dem Saal nun alles seinen würdigen Abschluss finden. Es war Zeit mit den Schulfreunden und Eltern zu  feiern und den letzten großen gemeinsamen Abend zu begehen. Ich glaube, es wurde uns allen klar, dass nun ein neues Leben vor uns stand und wir alle auseinander gehen würden.

Vielleicht waren wir auch deshalb noch einmal verrückter als vorher und haben alles gegeben: Wir haben gelacht, gesungen, getrunken und getanzt.  Wir haben uns in den Armen gelegen und noch so manches Geheimnis gelüftet. Ich erinnere mich zum Beispiel an blau gefärbtes Scharmhaar (nicht bei mir, um das gleich klar zu stellen!) und dass wir noch ein Outing für eine nicht so beliebte Mitschülerin vorgenommen haben, denn ihr Schwarm musste das unbedingt noch zu hören bekommen… Es war schließlich auch der letzte Abend für eine kleine Rache.

Aber wir waren beim Tanzen und beim heimlichen Schwarm: Naja, so heimlich war es gar nicht, dass ein Mann in meiner Schulzeit ganz besonders für mich war und ich muss mich noch heute bei meinen Freundinnen und bei meiner Mutter für ihre Geduld bedanken, die sich immer alles anhören mussten.

 Ja, ich war sehr verliebt in meinen Musiklehrer! Im Unterricht hing ich an seinen Lippen, ich liebte es, wenn er Klavier spielte und habe in jeder Pause sowie vor und nach dem Unterricht auf dem Schulweg gehofft, ihn zu sehen. Dafür habe ich komische Dinge getan, bin sogar früher aufgestanden oder habe mehr Zeit in der Schule verbracht als nötig. Ich habe ihn angehimmelt, aber natürlich nie etwas gesagt und habe auch keine Briefchen geschrieben, da mir die Sinnlosigkeit durchaus bewusst war.

Ich habe sogar einen anderen Leistungskurs genommen als geplant. Nein, nicht um seinen Kurs zu belegen, sondern um nicht zu ihm zu kommen. Es wäre mir nicht möglich gewesen, in seinem Deutschleistungskurs zu sitzen und Texte oder Gedichte zu interpretieren. Das hätte in einer Katastrophe geendet. Manchmal kann ich zum Glück auch schüchtern sein.

Aber beim Abiball wusste ich, dass ich meine letzte Chance nutzen musste, einmal mit ihm zu tanzen. Als er schon nach Hause wollte, habe ich nach einigen Wodkas meinen ganzen Mut zusammen genommen und habe ihn nach einem letzten Tanz gefragt.  

Es war der bisher schönste Tanz meines Lebens und nie wird er jemals wissen, was mit dieser bedeutet hat. Nie wird er wissen, wie oft ich am Fenster stand, nie wird er wissen, wie oft ich seinen Namen auf ein Stück Papier gekritzelt habe. Wir haben uns nie wieder unterhalten, aber gesehen und noch heute werde ich nervös, wenn ich ihn bei den gelegentlichen Besuchen in Stade sehe.
Die größte Liebe ist die, die sich nie erfüllt und so werde ich bis ich alt und grau bin mit einem Lächeln an unseren letzten Tanz des Abends denken


Und ich danke allen, die diesen Moment für mich festgehalten haben….




Dienstag, 4. August 2015

Den Sommer mit allen Sinnen genießen


Puh, es ist Sommer!!! Endlich Zeit, die wenigen Tage zu genießen, die unser Sommer in diesem Jahr nur zu bieten hat.

Ich kann ihn SEHEN, RIECHEN, HÖREN, FÜHLEN und SCHMECKEN!

Ich sehe, den blauen Himmel und die weißen Wölkchen, die gleißende Sonne und ich sehe, dass der Rasen vor meinen Balkon wieder verbrennt und auch die Felder im Nationalpark sahen schon mal saftiger und bunter aus.

Ich sehe in der Stadt zu überfüllte Straßen mit vielen fremden Kennzeichen, eine gut gefüllte Innenstadt, mit vielen Urlaubern, die hoffentlich nicht nur den Bäckereien und asiatischen Imbiss- oder den Dönerbuden Geld in die Kassen spülen…

Ich sehe beim Shoppen viele Feriengäste vor mir in den Gängen und an der Kasse, so dass der Einkauf eher zum Hindernislauf als zu einem entspannten Bummel wird.

Ich sehe überall Menschen in Trägershirts mit Pelz unter den Armen, zu kurzen Röcken, zu engen Hosen, zu bunten Leggings in den Ritzen, mit zu hoch gezogenen Socken, mit faltigen Armen, zu dicken Bäuchen und mit hässlichen nackten Füßen… UND ICH WEIß, ES IST SOMMER!

Ich kann ihn riechen! Wenn man spazieren geht, weht immer mal wieder mit einem lauen Lüftchen ein Blütenduft herüber. Mal süß, mal blumig, mal streng, mal beißend. 

Ich rieche das Obst, dass reif geworden ist und dessen Reste bei der Hitze unter den übervollen Bäumen, in den Komposthaufen und den Mülltonnen vergeht.

Ich rieche die Menschen. Einen attraktiven Mann, dessen zu großzügig aufgetragenes After Shave zu schwer in der heißen Luft hängt. Ich rieche Schweiß von dem Teeni, der am Strand vor mir sitzt und dessen Hormone bei dem Anblick der attraktiven Mädchen verrücktspielen und ich rieche den Fußgeruch von seinen übergroßen Turnschuhe, die neben ihm auslüften. UND ICH WEIß, ES IST SOMMER!

Ich kann ihn hören! Die Fährschiffe im Warener Hafen, die durch lautes Tuten im stündlichen Takt zumindest die Urlauber erfreuen. Das Gackern der Möwen und Enten, die von Touristen mit immer mehr Brot gemästet werden.

Ich höre zu jedem Fest am Hafen, die laute Musik, das Grölen der Betrunkenen und die unnötigen Feuerwerke, die die Luft und das Wasser des Hafens verschmutzen und die verängstigtsten Rufe der Vögel.

Ich höre die Kinder auf den Straßen spielen und toben und kreischen bis ich die Balkontür wieder schließe, um Ruhe zu finden. UND ICH WEIß, ES IST SOMMER!

Ich kann ihn fühlen! Ich fühle die Sonnenstrahlen auf meiner Haut und hoffe, wie in jedem Jahr, dass sie mich bräunen. Doch ich fühle nur den Schmerz, den der Sonnenbrand mit sich bringt und anschließend die kühlende Wirkung der After Sun-Produkte.

Ich fühle den Sand unter meinen Fußsohlen, der sich wegen der Trockenheit beim Spaziergang in meine Schuhe geschlichen hat und meine Füße wund scheuert.

Ich fühle, die Hitze und wie mir die Schweißtropfen die Stirn und den Rücken hinunterlaufen und die Angst mit sich bringen, sich im schlimmsten Falle selbst riechen zu müssen.

Und ich kann ihn schmecken! Ich schmecke die kühle und erfrischende Weißweinbowle meine Kehle hinab laufen, die man nur immer Sommer richtig genießen kann und die mich nach ein paar Gläschen alle anderen Begleiterscheinungen vergessen lässt…


UND ICH BIN FROH, DENN ES IST SOMMER!




Samstag, 1. August 2015

Alle Tage wieder kommt das Nachbarskind…

Es ist Ferienzeit. Das merkt man neben den Urlaubern noch an zwei weiteren Dingen:

1.  Der Berufsverkehr morgens ist deutlich geringer und es ist insgesamt ruhiger.
2. Das Kindergekreische an den Nachmittagen und Abenden dafür umso lauter.

Ich habe heute Nachmittag versucht am PC zu arbeiten. Da ich auch sinnvolle berufliche Dinge schreiben muss, muss ich mich durchaus darauf konzentrieren. Denn wenn ich andere Menschen beraten möchte, müssen die Texte schon mit anspruchsvollen Inhalten gefüllt sein. Schließlich habe ich die Pflicht und auch den Anspruch an mich selbst, immer ein bisschen besser zu sein, als meine Kunden selbst. Ansonsten müssten sie mich ja auch nicht engagieren…

Also habe ich mich mit meinem täglichen Energiedrink voller Tatendrang vor den Computer gesetzt, die Balkontür geöffnet, zwecks guter Sauerstoffversorgung und habe losgelegt. Außer ein paar vereinzelten Autos, ein paar zwitschernden Vögeln oder gelegentlich vorbeikommenden Spaziergängern mit Ihren Hunden hört man in dieser Straße zum Glückgrundsätzlich auch nicht viel, so dass ich zu Beginn gut vorankam. Doch der Frieden währte nicht lange.

Denn zuerst kamen die „Rollerfahrer“. Das sind drei Kinder aus der erweiterten Nachbarschaft, die diesen kleinen Block nutzen, um ihn ständig zu umkreisen. Dabei plappern sie ohne Unterlass und was noch schlimmer ist: Diese Roller haben ganz ekelhafte, billige Plastikreifen, die sich nicht anhören, als würde etwas rollen, nein es klingt, als wenn man mit leeren Plastikflaschen über den Asphalt kratzt. Und dazu quietschen die Dinger laut und eintönig. Wie die Kinder selbst diese Geräuschkulisse ertragen können? Wahrscheinlich nur indem sie gegen den Lärm ankommen, mit ihren hellen Kinderstimmen, die höher und lauter werden, je aggressiver sie werden, weil einer zu schnell fährt und einer nicht nach kommt… Also Balkontür zu und versuchen die Geräusche, die man trotzdem noch wahrnimmt, wie jeden Laut, der einen reizt, versuchen zu ignorieren.

Nach einer gefühlten Ewigkeit waren diese Kinder endlich ganz verschwunden, da sie erst einmal müde geworden waren. Zeit sich neu zu konzentrieren und mit frischem Elan weitermachen. Balkontür wieder auf, damit die Hunde sich ein wenig sonnen konnten.

Und dann kam mein ca. 3-jähriges „Lieblingskind“ in den Garten. Es wohnt hier in einem der Reihenhäuser und beschallt bei seinen Auftritten die gesamte Straße. Dabei folgt immer der gleich Ablauf: Das Kind spielt am Anfang fröhlich und quiekt und juchst vor Freude – so soll es ja auch sein.

Aber nach ca. zehn Minuten kippt bereits die Stimmung. Es folgen die ersten Misstöne und danach hört man, wie das Kind seinen Eltern Befehle erteilt. Ja, es fordert seine Eltern auf zu spielen, wieder aufzuhören, etwas zu nehmen und zu geben und irgendwann folgt nur noch „Nein! Nein! Nein!“ von beiden Seiten. Und dann werden alle Register gezogen: Das Geschreie wird immer lauter, es poltert, es folgen lautere Anweisungen der Eltern, das endlich zu lassen und dann kommt das Finale: Das Kind soll wieder ins Haus gehen, kommt aber immer wieder raus und schreit wie am Spieß. Dieser ganze Vorgang hat sich heute über fast eineinhalb Stunden hingezogen…

Wie die Eltern selbst das ertragen können, bleibt ein Rätsel für mich. Wie sie es geschafft haben, ihr Kind so zu „erziehen“ ebenfalls.

Da meine Konzentration dann vollends hinüber war, habe ich mir meine beiden Hunde geschnappt, habe mir ein Hörbuch in die Ohren gehängt und habe im Nationalpark das Weite gesucht.
Ja, Lilly ist auch noch nicht perfekt erzogen, aber wir arbeiten daran und für mich ist ein Bellen auch einfach leichter zu ertragen als das Theater. Darum habe ich ja auch Hunde. Und es ist auch gut, dass diese beiden NICHT sprechen können, denn dann hätte ich auch nichts zu lachen, bei diesen Energiebündeln.


In diesen Sinne euch allen da draußen eine ruhige Zeit :-)





Mittwoch, 29. Juli 2015

Menschen, die für immer bleiben


Ich hatte in den vergangenen Wochen so viele schöne Erlebnisse und Begegnungen, von denen ich einfach mal berichten muss:

Ich war mal wieder in meiner alten Heimat Stade und habe Familie und Freunde getroffen. Zudem habe ich hier noch eine gute alte Freundin getroffen und noch eine Nachricht von einem ganz besonderen Menschen erhalten.

Nun schwebe ich auf verschiedenen Wölkchen und bin froh und glücklich, dass es Menschen gibt, die mich irgendwie immer begleiten,  auch wenn Jahre zwischen einem Wiedersehen liegen können. Was war, das bleibt und ist.

Aber was ist (geblieben)?

Nach mehreren Jahren habe ich eine alte Schulfreundin getroffen, die hier in der Region ein Wochenende verbracht hat. Wir haben uns gesehen und geschnackt… Da war keine Distanz, da war sie wieder, die alte Vertrautheit, die gemeinsamen Erinnerungen, das alte vertraute Lachen und neue gemeinsame Erinnerungen an einen schönen Nachmittag, die sich den alten anschließen. Ohne Vorwürfe, nur mit Freude, mal wieder Zeit miteinander zu verbringen, um festzustellen: Wir bleiben doch die Alten!

Und dann das schon beschriebene Konzert in Stade! Noch eine alte Freundin, nicht so viel Zeit, sich bei einem solchen Event auszutauschen, aber doch die Freude sie endlich einmal wiederzusehen. Und auch, wenn ich immer diejenige bin, die nie Zeit hat und einiges verbockt hat, hatte ich das Glück, eine Freundin mit ihrer Familie zu sehen, die da ist, die man trotz aller räumlichen und zeitlichen Distanz, immer noch gut zu kennen scheint. Es war einfach schön!

Und da ist meine Familie, die es immer sein und bleiben wird. Aber auch hier ist nicht immer alles selbstverständlich. Es gibt gute und auch mal nicht so gute Zeiten. Wir sind alle Menschen, haben unsere eigenen Leben, machen unsere eigenen Erfahrungen und machen Fehler, sagen manchmal zu viel oder auch zu wenig. Oder auch zu ehrlich, weil man ja denkt, in der Familie kann man das so sagen, wie man es denkt. Stimmt aber nicht, das muss man auch lernen.

Aber alles ist gut und ich fühle mich p-u-d-e-l-w-o-h-l, wenn ich bei euch bin! Ob zum Kaffee oder Grillen, ob kurz oder lang. Ob in kurzen Nachrichten oder auch bei nächtlichen Telefonaten: Ich bin froh, ein Teil von euch zu sein. Und ich bin so gespannt auf alle neuen Pläne und Entwicklungen, die uns die „neue Generation“ bringen wird!

Ja, und dieser besondere Mensch, der „aus Versehen“ wieder in meinem Leben aufgetaucht ist. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht wie lange. Weiß nicht, welche Umstände dafür oder dagegen sprechen. Ich weiß nicht, ob es überhaupt Zukunft hat oder nur ein kurzes Aufflammen ist. Aber ich weiß, dass ich noch mit einem Lächeln an ihn denken werde, wenn ich mal alt und grau sein sollte.

Denn die Zeit macht vor uns allen nicht halt: Wir werden dicker, werden auch mal wieder dünner. Wir werden älter, die Haarfarbe und –länge wechselt. Falten kommen, aber auch die Augen werden schlechter, um sie zu übersehen. Bekannte kommen, Bekannte gehen. Neue Freunde kommen, Familien wachsen.

Wie heißt es so schön: Leben ist Veränderung! Und das ist auch gut so!

Auch die Gewohnheiten ändern sich, wir verändern uns.  Aber es ist schön zu erkennen, dass die Menschen im Herzen alle irgendwie die gleichen bleiben und dass man sich mit dem Herzen immer erkennen  wird.

Und egal was ist und kommt: Wahre Freunde sind wahre Freunde, Familie ist Familie - für immer!
Schön, dass es euch alle gibt! Und noch einige mehr, die heute nicht erwähnt wurden, die ich aber auch in meinem Herzen trage!


Bis bald, ihr Lieben...

PS: Dazu noch eine Musikempfehlung: Namika mit "Lieblingsmensch"

Sonntag, 26. Juli 2015


Happy, happy birthday



...und alles Gute zum 2. Geburtstag, liebe Lilly! Schön, dass du bei uns bist und wir schon so viel über dich lachen durften! Und so hübsch bist du geworden, kleines Knopfauge! Ich denke, du bist glücklich bei uns und hast viel Spaß beim Toben mit deinem Freund Louis ♥



mile“-Emoticon

Mittwoch, 22. Juli 2015

What a man... !!!


Wow Stade! Was für ein tolles Konzert, was für ein toller Mann! Von wem ich heute spreche?

Ladies and gentlemen, I proudly present Mr. Rea Garvey! Ich hätte es nie gedacht, aber heute muss ich zugeben, dass der irische Kerl es doch wirklich geschafft hat, mich richtig zu begeistern!

Das hatte ich so gar nicht erwartet und das hat es wahrscheinlich noch mal richtig gut gemacht, da die Erwartungen an das Konzert nicht so hoch waren.

Ich finde, es gibt grundsätzlich bessere Stimmen und eigentlich hat mich Rea gerade auch bei „The Voice of Germany“ oft genervt, da er ja permanent auf die Kandidaten eintüddelt und auch den finnischen Gott oft an die Wand geredet hat.

Warum ich dann überhaupt eine Karte für das Konzert hatte?

Vor ein paar Monaten habe ich von dem Open Air-Konzert im Stadeum gehört und habe mir gedacht: "Och, wenn schon mal ein größeres Event dort ist, kann man ja mal hingehen, ein bisschen feiern, vielleicht ein paar alte Bekannte (Katrin!!!) und Familie (Bergi & Co.) treffen. Und beim Konzert kann Rea ja nicht so viel reden, sondern soll singen! Ein paar Lieder kenne ich ja immerhin. Jedenfalls die, wo er noch mit der Band „Reamonn“ auftrat. Und Stimmung macht er bestimmt…"

Tja, was das Reden angeht, habe ich mich getäuscht, denn er findet zwischen den Liedern genug Zeit dafür und ob es um geografische Dinge geht („Wo liegt eigentlich Stade?“), um kulinarische Angelegenheiten („Fischbrötchen“) oder darum weitere kulturelle Eigenheiten des Nordens und seiner Einwohner auszuwerten…

Reden kann er – und lustig tanzen und live singen noch viel besser :-)!

Es war toll und er hat eine super gute Stimmung verbreitet und den Norden hat er gerockt! Zudem hat er sich sehr menschlich und publikumsnah präsentiert und es sogar gewagt, singend durch das Publikum zu laufen…

EIN DICKES DANKE Rea und dem Schicksal oder dem da oben oder weiß ich wem oder was, dass er dabei auch meinen Weg kreuzte! Und Chancen, die man bekommt, muss man nutzen (nicht wahr, Bergi ;-) ). Feuchte Arme, feuchte Hände, feuchter Rücken – ein Mann, ein Rea zum Anfassen. Top!

Aber nun genug der Schwärmereien… Ich kann es euch allen jedoch nur empfehlen, die Chance zu nutzen, ein Konzert von ihm zu besuchen und verneige mich vor diesem irischen Redner und Sänger und schließe heute, wie er seine Posts, mit folgenden Worten: GOD BLESS!!!





























PS. Da dieser Blog öffentlich ist, habe ich mal eine Bühnen- und kein "Menschenbild" von diesem Abend genommen ;-)

Dienstag, 7. Juli 2015

Die Spannung steigt - kommt sie oder kommt sie nicht???


Die Post! Ich rede von der Post! Ich habe mir heute den (späten) Nachmittag frei genommen, denn heute soll ja mal wieder etwas zugestellt werden. Die letzte Post habe ich am 12.06. erhalten. Aber was sind schon fast vier Wochen!?

Da kann man sich gar nicht mehr an alles erinnern, was einen so erwarten könnte! Wisst ihr noch? Fast so wie früher, als man die Fotos noch entwickeln ließ und nach ein paar Wochen wieder abholen und sich auch nie sicher sein konnte: Ist das Ergebnis ein gutes oder alles doch nur Murks?

Danke liebe obere Postmenschen für diese spannungsgeladene Zeit!Aber eine Woche hätte auch gereicht und es wäre nicht in eine Bestrafung aller zahlender Kunden ausgeufert! 

Am besten ich fange den Postboten gleich vor dem Haus ab, denn dann ist der Weg zur Altpapiertonne nicht so weit. Ich bin gespannt, wie viele Kataloge von Office Discount, Otto Office und Viking dabei sind, die sicher nicht aufgehört haben, auch während des Streiks einen Katalog nach dem anderen zu senden. Und das obwohl ich bei zwei dieser Anbieter noch nie bestellt habe und aus Trotz auch in Zukunft nicht tun werde. 

Bei den sinnvollen Sendungen, die mich hoffentlich heute erreichen, frage ich mich allerdings, wo diese denn währen der ganzen Zeit gelagert haben? Haben meine Briefe und Päckchen in einem Postgebäude gelagert oder in einer angemieteten Halle zwischen alten Spinnenbeinen und Schimmelpilz?

Hat meine sehnlichst erwartete „Shades of Grey“-DVD Wochen unter einer Helene Fischer-CD liegen müssen??? Das wäre Folter. Schlimmer als alles, was in Christians "Spielzimmer" je passieren könnte. 

Und war bei der großen Hitze ein Zelt die Lagerstätte für meine Weinflaschen, die ich aufgrund einer Empfehlung meines neuen Lieblingsautors Vincent Kliesch bestellt habe? Die Wärme eines von der Sonne erhitzten Zeltes wäre sicherlich für diesen doch recht hochwertigen Wein nicht die empfohlene Raumtemperatur.

Ich bin gespannt, in welchem Zustand mich meine Briefe und Päckchen erreichen werden. Falls Rechnungen und Mahnungen gelitten haben sollten, werde ich großzügig darüber hinwegsehen.

Aber vielleicht freue ich mich ja auch zu früh, denn normalerweise kommt die Post bei mir zwischen 15:00- 16:00 Uhr. Und wenn es aufgrund des erhöhten Aufkommens mit dem Austragen mal wieder etwas länger dauert, bin ich für heute wieder raus…

Falls nicht, dann habe ich heute Abend ein Date mit Christian Grey und bin für niemanden erreichbar ♥!

FAZIT: Der Streik war zu lang, aber wir haben alle mal wieder gelernt, was Verzicht bedeutet. Wer weiß, wofür das es mal wieder gut ist, auch Alltägliches nicht für selbstverständlich zu halten!


Dienstag, 23. Juni 2015

Von Menschen, die sich nicht entschuldigen können….


ich hatte ja gerade schon einen Artikel geschrieben, mit einer Entschuldigung an mich selbst.

Sicher, es ist leicht, sich selbst Fehler einzugestehen, so lange man sie nicht vor anderen zugeben muss. Denn dann wird es heikel und zugeben alleine reicht auch manchmal nicht mehr.

Wenn man etwas falsch gemacht hat – ob unbewusst oder auch bewusst – ist eine ehrliche und ernst gemeinte Entschuldigung einfach angebracht.

„Ich möchte mich bei dir entschuldigen“ oder „Es tut mir leid“, kommen machen Menschen aber leider nur sehr schwer über die Lippen.

Und einigen Menschen NIE.

Kennt  ihr auch diese Art von Menschen, für die es diese wichtigen Worte anscheinend nicht gibt, obwohl jeder Mensch Fehler macht und oder Taten begeht, die er nicht wollte oder wollte aber nun bereut

Entschuldigung existieren für Sie nicht – Warum nicht?

Ich glaube, weil diese Menschen entweder

a)… wirklich zu schwach sind und glauben, bei dem Zugeben ihrer Fehler noch schwächer zu werden und das Gesicht zu verlieren.

b)… wirklich eine Störung haben und keine Empathie empfinden können und somit nicht in der Lage sind, die Gefühle anderer zu deuten und zu werten.

c)... wirklich davon überzeugt sind, dass sie die größten und besten sind und es gar nicht nötig haben sich zu entschuldigen. Und denen einfach ganz bewusst nichts leid tun will – so wie meinem Ex.

Die Menschen unter den Punkten a) und b) tun mir leid, da sie Angst haben oder es nicht besser wissen. Hier kann man unterstützen und seine Gefühle und Bedürfnisse offen ansprechen. Alleine damit es einem selbst besser geht.

Aber Punkt c sind Menschen, die kein Stück Mitleid für ihren Egoismus und ihre Gefühlslosigkeit verdienen, weil ihnen auch nichts leid tut. Ja, ich bin mir ganz sicher, dass ihnen NICHTS und NIEMAND  leid tut. Diese Menschen sind einfach armselig.

Begegnet euch dieser Typ: Lauft!

Hofft nicht auf Besserung – sie wird nie eintreten, nein, diese Menschen werden eher noch nachtreten und euch dazu bringen, dass euch auch nichts mehr leid tut.

Aber wisst ihr was daran das Traurige ist? Dann sind wir alle auch nicht mehr besser als sie!

Am Hofe des Königs von England….


… da hätte ich auch gerne gelebt .- nicht heute, obwohl ich die Queen auch ganz knuffelig finde.... Aber lieber damals im 15. Jahrhundert. Oder habe ich das vielleicht?

Ich bin mir da nicht so sicher, was das mit dem vorherigen oder nächsten Leben auf sich hat, aber die Herkunft mancher "Leidenschaften", die ich habe, kann ich mir kaum erklären.

Oder hättet ihr von mir gedacht, dass ich der englischen Königsfamilie der Tudors zugetan bin? Ja sehr, sehr zugetan! Ich glaube, das ist ein schöner Ausdruck dafür. Schön altertümlich!

Obwohl meine Leidenschaft besonders für König Henry VIII (geb. am 28. Juni 1491, gestorben 28. Januar 1547, Deutsch Heinrich VIII) noch nicht so alt ist.

Ich bin durch Zufall an einem Weihnachtsfest (und von dem unbedingten Wunsch getrieben, meine Mutter vom Einschalten der Helene-Fischer-Show abzuhalten), auf den Film „Die Schwester der Königin“ gestoßen, der die Geschichte der Boleyn-Schwestern und ihre Verhältnisse bzw. ihr Leben mit besagtem König Henry VIII erzählt.

Erst war ich nur angetan, von dem wundervollen Eric Bana , der die Rolle des jungen Henrys sehr gut verkörpert. Auch von Scarlett Johansson, die die Rolle der lieben Boleyn-Schwester Mary darstellt und von Natalie Portman, die das „Biest“ Anne Boleyn spielt, doch mein Interesse wuchs und so erforschte ich Henrys Geschichte.

Kurz zur Auffrischung des Schulstoffs für euch alle: Henry VIII war der mit den sechs Frauen. Ja, da kommt Eifersucht auf und wahrscheinlich auch ein bisschen Neid, wie „einfach“ er sie wieder los wurde:

Von der ersten geschieden, die zweite geköpft, die dritte ist so gestorben, von der vierten wurde er wieder geschieden, die fünfte verlor wieder mal den Kopf und die sechste hat es geschafft, ihn zu überleben.

Er war sportlich, musikalisch, gebildet sehr mächtig, baute Englands Marine zur großen Seemacht aus und schuf die anglikanische Kirche.

Er lebte jedoch auch sehr ausschweifend, hatte viele Mätressen, aß und trank zu viel und starb schließlich dick und krank an einer Beinentzündung. Er litt wahrscheinlich an  Gicht, Wassersucht, Syphilis oder Diabetes – das muss man sich alles erst einmal „erarbeiten“.

Seine Frauen und Geliebten schenkten ihm viele Kinder, doch zunächst keine einen männlichen Thronfolger, da viele Kinder bereits vor der Geburt oder kurze Zeit danach starben und die außerehelich gezeugten Kinder, konnte man natürlich nicht dafür einsetzen.

Erst die dritte Frau Jane Seymour schenkte ihm seinen Sohn Eduard V., der nach Henrys Tod, den englischen Thron mit neun Jahren bestieg, jedoch schon mit fünfzehn verstarb. Seine Stiefschwester Mary aus erster Ehe regierte daraufhin fünf Jahre (1553-1558) England bevor sie ebenfalls verstarb.

Doch Henrys zweite Frau Anne Boleyn hatte Henry eine wahre und große Königin hinterlassen – Königin Elizabeth I (1533–1603), Herrscherin für 45 Jahre über England und viele Reiche der Welt, mit legendären Seeschlachten und dem berühmten Konflikt und Kampf um die englische Krone mit Maria Stuart, Königin von Schottland.

Ach, es würde leider ausarten, noch mehr zu schreiben, aber ist es nicht spannend??? Ein wahres Märchen

Ihr seht, es hat mich gepackt. So viel habe ich schon gelesen und so viele Filme über Henrys und Elizabeths Leben befinden sich nun in meiner DVD-Sammlung. Und jetzt läuft gerade auf ntv eine Reportage über Henrys Leben J.


Das Leben am Hofe muss unwahrscheinlich unterhaltsam und spannend gewesen sein, und auch wenn ich die Damen und Herren damals nicht um die hygienischen Umstände und Essgewohnheiten beneide, so fasziniert es mich doch ungemein.


Hätte ich mit Henry nicht auch einen schönen Teil des Lebens verbringen können?
Wenn ja, was wäre ich gewesen? Eine Hofmagd oder Dienerin? Seine Mätresse? Seine Königin? Wenn ja, dann sicher eine der Geköpften… - wegen Ehebruchs hingerichtet ;-)


Samstag, 20. Juni 2015

Eine offene und ehrliche Entschuldigung an jemanden, den ich zum (Über-) Leben brauche


Es ist nicht immer leicht, die richtigen Worte zu finden, wenn man sich entschuldigen muss. Und wenn man es noch auf diesem Wege öffentlich macht, dann realisieren auch andere noch, was man eigentlich für einen Bockmist gebaut hat. 

Aber trotzdem und genau deswegen, damit ich selbst aus meinen Fehlern lerne, werde ich es heute einfach tun:

Mein Lieber,

als es dir neulich schlecht ging, habe ich mich mal wieder gefragt, woran das liegt und ob ich eigentlich gut zu dir bin? Ob ich mit unserem Zusammenleben zufrieden bin? Ob ich immer fair zu dir bin? Ob ich manchmal zu ungeduldig bin? Ob ich nicht manchmal auch ein bisschen zu viel von dir verlange? 

Und wenn ich mein Handeln betrachte, dann schäme ich mich und möchte dir sagen, dass mir folgendes leid tut:

Ich nörgele ständig an dir herum, ich bin nie mit dir zufrieden. Ich möchte es immer noch anders, noch besser, noch schneller, noch effektiver haben. Ich hetze dich herum, ich gönne uns zu wenig Zeit für uns, kaum Zeit zum Entspannen, da immer alles andere wichtiger erscheint.

Ständig weiß ich alles besser, treffe Entscheidungen, ob wohl ich weiß, dass du sie nicht gutheißen wirst.

Nach einem anstrengenden Tag, relaxe ich nicht einfach mit dir vor dem Fernseher, höre dir nicht zu. Nein, da ist das Smartphone, das Tablet und der PC und da ich ja multitaskingfähig bin, wird alles genommen, an alles gedacht: nur an dich nicht.

Ich habe blöde Angewohnheiten, die du strikt ablehnst, aber ich mach es trotzdem: Ich rauche zu viel, ich trinke auch mal zu viel, ich höre zu laute Musik, die dir in den Ohren dröhnt. Ich bleibe oft viel zu lange wach.

Ich überhöre dein Gähnen und deinen Wunsch ins Bett zu gehen und daher beginnt unser Tag mit Murren und Knurren, dabei sollte ich dankbar sein, für jeden Tag, den ich mit dir beginnen darf.

Ich kann verstehen, dass du morgens sauer reagierst, dass du protestierst, dass du mir zeigst, wie weh ich dir tue. Und ich ärgere mich über mich selbst und wieder muss ein Energydrink den Morgen für uns retten.

Und ich spüre, dass es dich stresst. Ich sehe, dass du älter wirst und es nicht leichter wird. Und ich frage mich, warum ich all das tue ich das, wenn ich weiß, dass es falsch ist?

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Oder etwa eher umgekehrt?!

Alles soll immer funktionieren, dabei ist es ein Wunder, ….dabei bist DU ein Wunder ….und der einzige mit und in dem ich leben kann….


Verzeih mein lieber Körper, dass ich dich nicht immer so behandele, wie du es verdienst…



Dienstag, 9. Juni 2015

Fiese Angewohnheiten


Ich bin neulich bei facebook auf einen Artikel gestoßen, der mich doch sehr „beschäftigt“ hat bzw. der mich dazu veranlasst hat, mich mit meinen Eigenarten oder Unarten zu befassen.

Um was mag es dabei gehen? Ausnahmsweise mal ums Essen und ganz genau darum,
WIE man etwas isst.

Schon als Kind haben wie uns bestimmt Dinge angewöhnt und das Schlimme ist, dass ich diese mein Leben lang mit mir mitgeschleppt habe und gar nicht mehr sein lassen will oder kann, denn es ist zu einer Sucht geworden. Denn wenn man die Leckereien anders ist, dann sind sie plötzlich gar nicht mehr so lecker.

Ich bin mir sicher, ihr versteht mich, sobald ich euch Beispiele genannt habe.

Also „here we go“: Die Beichte meiner fiesen Angewohnheiten:

  • Egal welches Magnum Eis es ist: Zuerst wird die Schokolade abgeknabbert und dann das Eis separat gegessen. Das MUSS so!!
  • Bei der Prinzenrolle wird erst ein Keksteil entfernt, dann die Schokolade abgeschleckt und dann der zweite Keks gegessen.
     
  • Bei einem Brötchen muss ein Teil des weichen Inneren entfernt werden und separat (am liebsten mit Nutella) gegessen werden. Beim Brötchen wird auch IMMER die untere Seite zuerst verzehrt und danach die obere.
     
  • Apropos Nutella: Wenn man dieses auf einem schönen Mischbrot ist, muss man dieses zusammen klappen und alles was rausquillt vorsichtig an den Rändern entlang ablecken.
     
  • Rafaellos und Roches kann man auch prima in zwei Hälfte teilen und das innere zuerst essen.
  • Toffifees lassen sich von der Zartbitterschokolade, über die Karamellhülle, über das Nougatzeug bis hin zur Nuss wunderbar sezieren.
     
  • Bei Schaumküssen isst man die ekelige Waffel zuerst und genießt den Rest.
     
  • Lakritzschnecken müssen vor dem Verzehr erst aufgerollt und dann in zwei Hälften zerteilt werden, bevor man sie einsaugt.
     
  • Marzipankugeln muss man zuerst in Würfelform pressen und dann essen.
     
  • Von einem Bounty wird natürlich auch erst der Kokoskern nackig gemacht und anschließend gegessen.
     
  • Egal wir weich und klebrig die Milchschnitte schon ist. Zuerst wird der trockene Teig außen herum abgeknabbert, dann versucht man die glitschige Masse fest zu halten und in einem zu verschlingen. Alternativ dazu wir eine Seite abgeknabbert und die Milchschnitte dann vor dem Verzehr zusammen geklappt.
     
  • Bei „Edlen Tropfen in Nuss“ muss man vorsichtig versuchen zunächst die Schoko-Nuss-Hülle zu entfernen und den inneren Zuckermantel mit Füllung nicht zu zerstören. Das erfordert schon ein bisschen Zungenspitzengefühl J
  • Ja, und wenn ich mal Buchstabennudeln in einer Suppe habe, dann suche ich auch immer noch
    nach meinem Namen und lege ihn auf den Rand  – sch… egal, ob die Suppe bis dahin kalt ist.
  • Aber zum Schluss noch etwas, was viel machen, aber ich nicht: Ich sortiere keine Gummibären nach Farbe vor dem Verzehr – es sei denn ich habe einen Mitesser, dem ich heimlich die weißen unterschieben kann. Die finde ich nämlich ganz, ganz ekelig…

Tja, so ist das eben: Aber keine Angst sollten wir mal zusammen losgehen, denn in der Öffentlichkeit benehme ich mich … meistens J

Aber und nun bin ich gespannt und ihr seid dran: WO HABT IHR EUCH DEN ERKANNT??? Bestimmt habt ihr auch solche Angewohnheiten?! Was habe ich vergessen??
 
Von mir erst einmal genug und WAS immer und WIE immer ihr auch essen mögt: Ich wünsche euch GUTEN APPETIT!!!





Montag, 1. Juni 2015


Happy birthday Louis!


#immerwaszulachen #besterKumpel #grosseLiebe #fuerimmerzusammen



Sonntag, 31. Mai 2015

An Tagen wie diesen…


Kennt ihr diese elenden Tage, wo alles einfach alles schief geht? An denen man am besten gar nicht erst aus dem Bett gekommen wäre? So einen hatte ich gestern…

Ich bin aufgestanden – erster Fehler. Ich war noch müde, leicht benommen und schwankte Richtung Bad. Dabei erfasste ich die Schlafzimmertür an der leider mein kleiner Zeh hängen blieb. Da war ich wach und hüpfte fluchend weiter.

Als nächstes war das Klopapier alle. Also umständlich eine neue Rolle gegriffen(…) und rauf gemacht, nachdem mir dieses blöde Holzröllchen 2x runtergefallen ist.
Beim Versuch das Papier abzurollen, habe ich festgestellt, dass die Rolle verkehrt herum war und sich nicht abrollen ließ…

Nach dem Duschen schnell anziehen und Socken gleich wieder ausziehen, da sie ein Loch hatten.

Also erst mal schwarzen Tee zum Wach werden. Meine schönen losen Assamtee, den ich dann teils neben das Teesieb kippte und er auch gleich auf den Boden rieselte. Ich hatte ja vorgestern erst gesaugt…

Während der Wasserkocher arbeitet, wollte ich schnell noch die Waschmaschine anmachen. Déjà-vu: Waschpulver gekippt.

Dann habe ich den Tee aufgegossen und das Telefon klingelte. Als ich zehn Minuten später wieder an den Tee dachte, war er „gut durchgezogen“, lauwarm und bitter.

Ich beschloss dennoch ein Schlückchen zu nehmen, denn ich brauchte inzwischen auch mehr eine beruhigende als eine anregende Wirkung. Ich war schon so wütend auf mich selbst.

Nächstes Telefonat eine Umfrage zur Mediennutzung – abgelehnt. Nächstes ein Angebot für einen Safe. Brauche ich leider (noch) nicht, dass hat die Dame erst nicht verstanden, sondern erst als ich sehr deutlich mit ihr sprach.

Ich bin dann in Rage in die Küche gegangen und wollte meinen Teepott in den Spüler stellen, leider war da ja noch was drinnen und der Tee ergoss sich nicht nur in die Spülmaschine, sondern auch über die sich anschließende Schranktür. Schnell schnappte ich den Lappen und stieß mir das Bein an der noch offenen Klappe.

Mit Tränen in den Augen aus Wut und Schmerz wollte ich als nächstes die Wäsche aufhängen und bei mir wird alles ordnungsgemäß aufgehängt und angeklammert.

Ich weiß nicht, wie viele Wäscheklammern mit dabei in meinem Leben schon runtergefallen sind… Im Durchschnitt sicherlich 3 bei ca. 3-4 Maschinen die Woche in 52 Wochen und selbst waschen tue ich seit ca. 17 Jahren. Also ca. 9282 Stück. In anderthalb Jahren können wir dann das Jubiläum für die 10000ste feiern.

Als ich mich nach einer blöden Klammer bückte, sah ich in vier braune Äuglein, die mich erwartungsvoll anschauten und mich einmal mehr aus Alltag und Stress rissen.

Also knuddelte ich erstmal meine beiden "Monsterbärchen" und nachdem ich danach die 728 Hundehaare wieder von meinem schwarzen Pulli entfernt hatte, ging es mir schon viel besser.



Fazit: Es war kein erfolgreicher Tag, aber ein lehrreicher, wenn ich mich nächstes Mal daran erinnere, am besten gleich wieder ins Bett zu gehen. 


Donnerstag, 28. Mai 2015

SELFIE TIME


Leute, Leute, Leute! Ich kann heute nicht mehr anders, ich muss mich einfach mal zu diesem schönen Trend der Selbstportraits, also der heißgeliebten Selfies äußern:

Ich finde es einfach fantastisch, wenn erwachsene Menschen mich jeden Tag mit ihren tollen Bildern beglücken und ich stets und ständig alle Gefühlsregungen an ihren meist so zauberhaften Gesichtern ablesen soll… äh kann - natürlich.

Denn man ahnt ja gar nicht, welche schauspielerischen Fähigkeiten alle so in einem schlummern und das sollte man der Welt auch ausreichend mitteilen.

Ich hatte mich da bisher ein bisschen zurück gehalten, da ich mich selbst wohl für nicht so wichtig halte, um mich immerzu so neumodisch abzulichten, aber HEUTE wollte ich mich dann auch mal zeigen!

Und damit ihr alle noch etwas lernt, habe ich die besten und bekanntesten Posen und ein paar Ratschläge für euch zusammengestellt:

Die Umgebung 
  •           Sucht euch einen Raum, der mehr oder weniger gut beleuchtet ist.
  •           Sucht einen Raum mit Spiegel, um diesen mit einzubauen oder sich noch mal von der eigenen Unwiderstehlichkeit zu überzeugen.
  •           Das Bad ist dafür die Topadresse, denn in die Umgebung des stillen Örtchens ist für Selfies einfach passend.

Der Hintergrund 
  •           Wählt den Hintergrund eurem Teint entsprechend. Für blasse Typen für mich eignen sich besonders helle Hintergründe, damit wenigstens meine Augen und Lippen noch zu erkennen sind.
  •           Wenn mit Blitz fotografiert wird, nehmt Fliesen, glatte Flächen oder Spiegel als Hintergrund, damit es sich der Blitz schön spiegelt und euch erhellt.
  •           Geeignete Utensilien wie Reinigungsmittel, Putzlappen, Mülleimer oder das WC sollten immer im Hintergrund zu sehen sein und werten jedes Bild auf! 

Styling 
  •          Zieht euch hübsch an oder so wie ihr meint es sei hübsch oder eben so wie immer.
  •           Für die die was zu zeigen haben: Zeigt her eure Möpse und schießt das Foto schön von schräg oben mit entsprechendem Gesichtsausdruck (siehe unten).
  •          Lippenstift und übertriebene Schminke  verstärken gerne ein nuttiges Aussehen, also immer rauf damit.
  •          Zigaretten & Schnäpschen in der Hand lassen euch noch stärker erschienen.

Die wichtigsten Posten (wie auf den Bildern von links nach rechts, erst oben dann unten):

1. Zeige immer wie lustig du bist. Denn das kann dir keiner nehmen!

2. Zeige auch allen wie sexy bist. Bestimmte Typen stehen drauf!

3. „Nimm mich  - denn du bekommst nichts Besseres als mich“, ist die Botschaft dieses Bildes. Freut sich bestimmt auch ein potentieller (neuer?) Arbeitgeber, so etwas von dir zu sehen.

4. Wenn du sauer oder enttäuscht bist, dann zeige der Welt, dass sie dich alle mal können und du stark bist.
TIP!!! Stufe 2 wäre dann ein Stinkefinger, Stufe 3 dein nackter Hintern.

5. Paaaarty! Teile allen mit, dass du die Partymaus bist, die immer fröhlich ist und jede Feier mitnimmt und zum Misserfolg macht.

6. Wenn du mal auf Kuschelkurs bist, zeige allen mit einem Kuss-Selfie, was für eine Schmusekatze du bist.

7. Das unschuldige und freche kleine Entenschnäutzlein darf in keiner Kollektion fehlen!

8. Sei auch einfach mal du selbst! Du muss nicht immer eine Pose machen, manchmal ist Natürlichkeit der Schlüssel zum Erfolg ;-).

In diesem Sinne: Weitermachen, dann haben wir alle was zu lachen!



Montag, 25. Mai 2015

Mein geistiger Erguss zu christlichen Feiertagen



Heute ist Pfingsten, aber was feiern wir denn da heute, außer dass die meisten von uns frei haben???

Na, wer ist denn noch so religiös und Bibel treu, dass er die Geschichte erzählen kann?

Um euch zu helfen: Es war die "Ausgießung des heiligen Geistes" auf die Jünger Jesu, der Heilige Geist, der als Feuerzungen über den Köpfen erschien und in jeden einzelnen hinein fuhr, ohne die Haare zu verbrennen oder den Kopf weich zu machen oder so.

Das ist Pfingsten, ein weniger bekanntes Kirchenfest. Aber welche gibt es noch? Gehen wir sie doch schnell mal durch:

Beginnen wir mit dem ersten Fest des Kirchenjahres, dem Advent, dem Warten auf die Wiederkunft Christi. Aber sollte es nicht eher die Niederkunft von Maria heißen?

Kommt schon von Weihnachten wissen wir doch mehr. Da können alle mitmachen. Das ist das nervige, kommerzielle Fest der vielen Geschenke und der Völlerei.

Der Hintergrund damals als die Jungfrau Maria und Stiefvater Josef den kleinen Jesus bekommen haben, noch nicht vom Weihnachtsmann, sondern da war jemand… ähm, etwas anderes in Maria gefahren und ein Kindlein ist entstanden, das uns alle zu erlösen bereit war.

Und ein paar Tage nach der Geburt am 06.01. kamen die heiligen drei Könige oder Weisen aus dem Morgenland mit Kamille, Myrre, Minze und Weihrauch (=findet den Fehler ;-) ), um den Heiland zu beschenken und sehen.

Dann folgt der Aschermittwoch an dem ist nicht nur alles vorbei, denn da beginnt vor allem etwas Lustiges: Die 40-tägige Fastenzeit, die eh niemand durchhält, genau wie die guten Vorsätze fürs neue Jahr.

Palmsonntag, der Sonntag vor dem Osterfest ist dann der letzte Tag der Fastenzeit. An diesem Tag zog Jesu in Jerusalem ein und es wurde ihm zu Ehren, Palmenwedel auf die Straße geworfen, keine Mobilfunkgeräte, was die IT-Generation heutzutage denken könnten…

Am Gründonnerstag wurde das letzte Abendmahl zusammen eingenommen und hoffentlich gefeiert und gesoffen, obwohl Judas wohl ein bisschen zu viel hatte, denn sonst hätte er seinen Boss wohl nicht geküsst und so verraten.

Karfreitag folgte die Kreuzigung von Jesus. Und weil es wahrscheinlich noch grausamer war, als im Film „Die Passion Christi“, keine Witze meinerseits.

Ostersonntag – das Fest der Hoffnung und Auferstehung, das höchste Kirchenfest! Ein Glück hat ER es doch zurück geschafft. ER wäre ein guter Actionheld gewesen.  

Aber nach 40 Tagen ist ER dann doch abgefahren – Richtung Himmel und zum Papa an Christi Himmelfahrt und hat dann ein paar Tage später den Geist geschickt (Pfingsten).

Nach dem aufregenden Frühjahr folgt die Sommerpause bis zum 15. August, wo Maria Himmelfahrt, die Ankunft dieser in den Wolken gefeiert wird.

Mit Allerheiligen 31.10., wo Heilige gefeiert werden & Allerseelen am 01.11., wo den Seelen im Fegefeuer gedacht wird (also auch mir irgendwann) beginnt die traurige und trübe Zeit.

Der Buß- und Bettag (leider nur mit 2 „t“, auch wenn oft von Katholiken verwechselt), folgt am Mittwoch vor dem Totensonntag. Ein trauriger Tag des Gedenkens. In manchen Gegenden auch „Ewigkeitssonntag“ genannt – das klingt viel schöner und wird bei mir ab jetzt so heißen!

Und dann beginnt das Kirchenjahr von Neuen, denn man muss ja was zu feiern haben. Das ist doch der Grund der meisten!

Denn ganz ehrlich Leute, wer kennt den noch die Hintergründe und glaubt daran?

Als Kind wollte ich auch die Tontauben fliegen lassen, so wie Jesus, aber irgendwann habe ich die Fantasie und den Glauben daran verloren.

Aber trotzdem hat meine in Maßen christliche Erziehung dazu beigetragen, viele Dinge zu verstehen, bewerten und beurteilen zu können und ich möchte es nicht missen.  

Ich bin aus Rücksicht ausgetreten, denn wenn ich noch mal beichten müsste,
…. dann würde der Pfarrer sein Amt hinschmeißen und mit ins echte Leben kommen.



Cu in hell J