Alle Tage wieder kommt das Nachbarskind…
Es ist Ferienzeit. Das merkt man neben den Urlaubern noch an
zwei weiteren Dingen:
1. Der Berufsverkehr morgens ist deutlich geringer und es ist insgesamt ruhiger.
2. Das Kindergekreische an den Nachmittagen und Abenden
dafür umso lauter.
Ich habe heute Nachmittag versucht am PC zu arbeiten. Da ich auch sinnvolle berufliche Dinge schreiben muss, muss ich mich durchaus darauf konzentrieren. Denn wenn ich andere Menschen beraten möchte, müssen die Texte schon mit anspruchsvollen Inhalten gefüllt sein. Schließlich habe ich die Pflicht und auch den Anspruch an mich selbst, immer ein bisschen besser zu sein, als meine Kunden selbst. Ansonsten müssten sie mich ja auch nicht engagieren…
Ich habe heute Nachmittag versucht am PC zu arbeiten. Da ich auch sinnvolle berufliche Dinge schreiben muss, muss ich mich durchaus darauf konzentrieren. Denn wenn ich andere Menschen beraten möchte, müssen die Texte schon mit anspruchsvollen Inhalten gefüllt sein. Schließlich habe ich die Pflicht und auch den Anspruch an mich selbst, immer ein bisschen besser zu sein, als meine Kunden selbst. Ansonsten müssten sie mich ja auch nicht engagieren…
Also habe ich mich mit meinem täglichen Energiedrink voller
Tatendrang vor den Computer gesetzt, die Balkontür geöffnet, zwecks guter
Sauerstoffversorgung und habe losgelegt. Außer ein paar vereinzelten Autos, ein
paar zwitschernden Vögeln oder gelegentlich vorbeikommenden Spaziergängern mit
Ihren Hunden hört man in dieser Straße zum Glückgrundsätzlich auch nicht viel,
so dass ich zu Beginn gut vorankam. Doch der Frieden währte nicht lange.
Denn zuerst kamen die „Rollerfahrer“. Das sind drei Kinder aus
der erweiterten Nachbarschaft, die diesen kleinen Block nutzen, um ihn ständig
zu umkreisen. Dabei plappern sie ohne Unterlass und was noch schlimmer ist:
Diese Roller haben ganz ekelhafte, billige Plastikreifen, die sich nicht
anhören, als würde etwas rollen, nein es klingt, als wenn man mit leeren
Plastikflaschen über den Asphalt kratzt. Und dazu quietschen die Dinger laut und
eintönig. Wie die Kinder selbst diese Geräuschkulisse ertragen können?
Wahrscheinlich nur indem sie gegen den Lärm ankommen, mit ihren hellen
Kinderstimmen, die höher und lauter werden, je aggressiver sie werden, weil
einer zu schnell fährt und einer nicht nach kommt… Also Balkontür zu und versuchen
die Geräusche, die man trotzdem noch wahrnimmt, wie jeden Laut, der einen
reizt, versuchen zu ignorieren.
Nach einer gefühlten Ewigkeit waren diese Kinder endlich ganz verschwunden, da sie erst einmal müde geworden waren. Zeit sich neu zu konzentrieren und mit frischem Elan weitermachen. Balkontür wieder auf, damit die Hunde sich ein wenig sonnen konnten.
Nach einer gefühlten Ewigkeit waren diese Kinder endlich ganz verschwunden, da sie erst einmal müde geworden waren. Zeit sich neu zu konzentrieren und mit frischem Elan weitermachen. Balkontür wieder auf, damit die Hunde sich ein wenig sonnen konnten.
Und dann kam mein ca. 3-jähriges „Lieblingskind“ in den
Garten. Es wohnt hier in einem der Reihenhäuser und beschallt bei seinen
Auftritten die gesamte Straße. Dabei folgt immer der gleich Ablauf: Das Kind
spielt am Anfang fröhlich und quiekt und juchst vor Freude – so soll es ja auch
sein.
Aber nach ca. zehn Minuten kippt bereits die Stimmung. Es
folgen die ersten Misstöne und danach hört man, wie das Kind seinen Eltern
Befehle erteilt. Ja, es fordert seine Eltern auf zu spielen, wieder aufzuhören,
etwas zu nehmen und zu geben und irgendwann folgt nur noch „Nein! Nein! Nein!“
von beiden Seiten. Und dann werden alle Register gezogen: Das Geschreie wird
immer lauter, es poltert, es folgen lautere Anweisungen der Eltern, das endlich
zu lassen und dann kommt das Finale: Das Kind soll wieder ins Haus gehen, kommt
aber immer wieder raus und schreit wie am Spieß. Dieser ganze Vorgang hat sich
heute über fast eineinhalb Stunden hingezogen…
Wie die Eltern selbst das ertragen können, bleibt ein Rätsel
für mich. Wie sie es geschafft haben, ihr Kind so zu „erziehen“ ebenfalls.
Da meine Konzentration dann vollends hinüber war, habe ich
mir meine beiden Hunde geschnappt, habe mir ein Hörbuch in die Ohren gehängt und
habe im Nationalpark das Weite gesucht.
Ja, Lilly ist auch noch nicht perfekt erzogen, aber wir arbeiten daran und für mich ist ein Bellen auch einfach leichter zu ertragen als das Theater. Darum habe ich ja auch Hunde. Und es ist auch gut, dass diese beiden NICHT sprechen können, denn dann hätte ich auch nichts zu lachen, bei diesen Energiebündeln.
Ja, Lilly ist auch noch nicht perfekt erzogen, aber wir arbeiten daran und für mich ist ein Bellen auch einfach leichter zu ertragen als das Theater. Darum habe ich ja auch Hunde. Und es ist auch gut, dass diese beiden NICHT sprechen können, denn dann hätte ich auch nichts zu lachen, bei diesen Energiebündeln.
In diesen Sinne euch allen da draußen eine ruhige Zeit :-)