Montag, 25. Mai 2015

Mein geistiger Erguss zu christlichen Feiertagen



Heute ist Pfingsten, aber was feiern wir denn da heute, außer dass die meisten von uns frei haben???

Na, wer ist denn noch so religiös und Bibel treu, dass er die Geschichte erzählen kann?

Um euch zu helfen: Es war die "Ausgießung des heiligen Geistes" auf die Jünger Jesu, der Heilige Geist, der als Feuerzungen über den Köpfen erschien und in jeden einzelnen hinein fuhr, ohne die Haare zu verbrennen oder den Kopf weich zu machen oder so.

Das ist Pfingsten, ein weniger bekanntes Kirchenfest. Aber welche gibt es noch? Gehen wir sie doch schnell mal durch:

Beginnen wir mit dem ersten Fest des Kirchenjahres, dem Advent, dem Warten auf die Wiederkunft Christi. Aber sollte es nicht eher die Niederkunft von Maria heißen?

Kommt schon von Weihnachten wissen wir doch mehr. Da können alle mitmachen. Das ist das nervige, kommerzielle Fest der vielen Geschenke und der Völlerei.

Der Hintergrund damals als die Jungfrau Maria und Stiefvater Josef den kleinen Jesus bekommen haben, noch nicht vom Weihnachtsmann, sondern da war jemand… ähm, etwas anderes in Maria gefahren und ein Kindlein ist entstanden, das uns alle zu erlösen bereit war.

Und ein paar Tage nach der Geburt am 06.01. kamen die heiligen drei Könige oder Weisen aus dem Morgenland mit Kamille, Myrre, Minze und Weihrauch (=findet den Fehler ;-) ), um den Heiland zu beschenken und sehen.

Dann folgt der Aschermittwoch an dem ist nicht nur alles vorbei, denn da beginnt vor allem etwas Lustiges: Die 40-tägige Fastenzeit, die eh niemand durchhält, genau wie die guten Vorsätze fürs neue Jahr.

Palmsonntag, der Sonntag vor dem Osterfest ist dann der letzte Tag der Fastenzeit. An diesem Tag zog Jesu in Jerusalem ein und es wurde ihm zu Ehren, Palmenwedel auf die Straße geworfen, keine Mobilfunkgeräte, was die IT-Generation heutzutage denken könnten…

Am Gründonnerstag wurde das letzte Abendmahl zusammen eingenommen und hoffentlich gefeiert und gesoffen, obwohl Judas wohl ein bisschen zu viel hatte, denn sonst hätte er seinen Boss wohl nicht geküsst und so verraten.

Karfreitag folgte die Kreuzigung von Jesus. Und weil es wahrscheinlich noch grausamer war, als im Film „Die Passion Christi“, keine Witze meinerseits.

Ostersonntag – das Fest der Hoffnung und Auferstehung, das höchste Kirchenfest! Ein Glück hat ER es doch zurück geschafft. ER wäre ein guter Actionheld gewesen.  

Aber nach 40 Tagen ist ER dann doch abgefahren – Richtung Himmel und zum Papa an Christi Himmelfahrt und hat dann ein paar Tage später den Geist geschickt (Pfingsten).

Nach dem aufregenden Frühjahr folgt die Sommerpause bis zum 15. August, wo Maria Himmelfahrt, die Ankunft dieser in den Wolken gefeiert wird.

Mit Allerheiligen 31.10., wo Heilige gefeiert werden & Allerseelen am 01.11., wo den Seelen im Fegefeuer gedacht wird (also auch mir irgendwann) beginnt die traurige und trübe Zeit.

Der Buß- und Bettag (leider nur mit 2 „t“, auch wenn oft von Katholiken verwechselt), folgt am Mittwoch vor dem Totensonntag. Ein trauriger Tag des Gedenkens. In manchen Gegenden auch „Ewigkeitssonntag“ genannt – das klingt viel schöner und wird bei mir ab jetzt so heißen!

Und dann beginnt das Kirchenjahr von Neuen, denn man muss ja was zu feiern haben. Das ist doch der Grund der meisten!

Denn ganz ehrlich Leute, wer kennt den noch die Hintergründe und glaubt daran?

Als Kind wollte ich auch die Tontauben fliegen lassen, so wie Jesus, aber irgendwann habe ich die Fantasie und den Glauben daran verloren.

Aber trotzdem hat meine in Maßen christliche Erziehung dazu beigetragen, viele Dinge zu verstehen, bewerten und beurteilen zu können und ich möchte es nicht missen.  

Ich bin aus Rücksicht ausgetreten, denn wenn ich noch mal beichten müsste,
…. dann würde der Pfarrer sein Amt hinschmeißen und mit ins echte Leben kommen.



Cu in hell J