An Tagen wie diesen…
Kennt ihr diese elenden Tage, wo alles einfach alles schief geht?
An denen man am besten gar nicht erst aus dem Bett gekommen wäre? So einen
hatte ich gestern…
Ich bin aufgestanden – erster Fehler. Ich war noch müde,
leicht benommen und schwankte Richtung Bad. Dabei erfasste ich die
Schlafzimmertür an der leider mein kleiner Zeh hängen blieb. Da war ich wach und
hüpfte fluchend weiter.
Als nächstes war das Klopapier alle. Also umständlich eine neue Rolle gegriffen(…) und rauf gemacht, nachdem mir dieses blöde Holzröllchen 2x runtergefallen ist.
Beim Versuch das Papier abzurollen, habe ich festgestellt,
dass die Rolle verkehrt herum war und sich nicht abrollen ließ…
Nach dem Duschen schnell anziehen und Socken gleich wieder
ausziehen, da sie ein Loch hatten.
Also erst mal schwarzen Tee zum Wach werden. Meine schönen
losen Assamtee, den ich dann teils neben das Teesieb kippte und er auch gleich
auf den Boden rieselte. Ich hatte ja vorgestern erst gesaugt…
Während der Wasserkocher arbeitet, wollte ich schnell noch
die Waschmaschine anmachen. Déjà-vu: Waschpulver gekippt.
Dann habe ich den Tee aufgegossen und das Telefon klingelte.
Als ich zehn Minuten später wieder an den Tee dachte, war er „gut durchgezogen“,
lauwarm und bitter.
Ich beschloss dennoch ein Schlückchen zu nehmen, denn ich brauchte
inzwischen auch mehr eine beruhigende als eine anregende Wirkung. Ich war schon
so wütend auf mich selbst.
Nächstes Telefonat eine Umfrage zur Mediennutzung –
abgelehnt. Nächstes ein Angebot für einen Safe. Brauche ich leider (noch) nicht,
dass hat die Dame erst nicht verstanden, sondern erst als ich sehr deutlich mit
ihr sprach.
Ich bin dann in Rage in die Küche gegangen und wollte meinen Teepott in den Spüler stellen, leider war da ja noch was drinnen und der Tee ergoss sich nicht nur in die Spülmaschine, sondern auch über die sich anschließende Schranktür. Schnell schnappte ich den Lappen und stieß mir das Bein an der noch offenen Klappe.
Mit Tränen in den Augen aus Wut und Schmerz wollte ich als
nächstes die Wäsche aufhängen und bei mir wird alles ordnungsgemäß aufgehängt und
angeklammert.
Ich weiß nicht, wie viele Wäscheklammern mit dabei in meinem
Leben schon runtergefallen sind… Im Durchschnitt sicherlich 3 bei ca. 3-4
Maschinen die Woche in 52 Wochen und selbst waschen tue ich seit ca. 17 Jahren.
Also ca. 9282 Stück. In anderthalb Jahren können wir dann das Jubiläum für die
10000ste feiern.
Als ich mich nach einer blöden Klammer bückte, sah ich in
vier braune Äuglein, die mich erwartungsvoll anschauten und mich einmal mehr
aus Alltag und Stress rissen.
Also knuddelte ich erstmal meine beiden "Monsterbärchen" und nachdem ich danach die 728 Hundehaare wieder von meinem schwarzen Pulli entfernt hatte, ging es mir schon viel besser.
Also knuddelte ich erstmal meine beiden "Monsterbärchen" und nachdem ich danach die 728 Hundehaare wieder von meinem schwarzen Pulli entfernt hatte, ging es mir schon viel besser.
Fazit: Es war kein erfolgreicher Tag, aber ein lehrreicher,
wenn ich mich nächstes Mal daran erinnere, am besten gleich wieder ins Bett zu
gehen.