Sonntag, 31. Mai 2015

An Tagen wie diesen…


Kennt ihr diese elenden Tage, wo alles einfach alles schief geht? An denen man am besten gar nicht erst aus dem Bett gekommen wäre? So einen hatte ich gestern…

Ich bin aufgestanden – erster Fehler. Ich war noch müde, leicht benommen und schwankte Richtung Bad. Dabei erfasste ich die Schlafzimmertür an der leider mein kleiner Zeh hängen blieb. Da war ich wach und hüpfte fluchend weiter.

Als nächstes war das Klopapier alle. Also umständlich eine neue Rolle gegriffen(…) und rauf gemacht, nachdem mir dieses blöde Holzröllchen 2x runtergefallen ist.
Beim Versuch das Papier abzurollen, habe ich festgestellt, dass die Rolle verkehrt herum war und sich nicht abrollen ließ…

Nach dem Duschen schnell anziehen und Socken gleich wieder ausziehen, da sie ein Loch hatten.

Also erst mal schwarzen Tee zum Wach werden. Meine schönen losen Assamtee, den ich dann teils neben das Teesieb kippte und er auch gleich auf den Boden rieselte. Ich hatte ja vorgestern erst gesaugt…

Während der Wasserkocher arbeitet, wollte ich schnell noch die Waschmaschine anmachen. Déjà-vu: Waschpulver gekippt.

Dann habe ich den Tee aufgegossen und das Telefon klingelte. Als ich zehn Minuten später wieder an den Tee dachte, war er „gut durchgezogen“, lauwarm und bitter.

Ich beschloss dennoch ein Schlückchen zu nehmen, denn ich brauchte inzwischen auch mehr eine beruhigende als eine anregende Wirkung. Ich war schon so wütend auf mich selbst.

Nächstes Telefonat eine Umfrage zur Mediennutzung – abgelehnt. Nächstes ein Angebot für einen Safe. Brauche ich leider (noch) nicht, dass hat die Dame erst nicht verstanden, sondern erst als ich sehr deutlich mit ihr sprach.

Ich bin dann in Rage in die Küche gegangen und wollte meinen Teepott in den Spüler stellen, leider war da ja noch was drinnen und der Tee ergoss sich nicht nur in die Spülmaschine, sondern auch über die sich anschließende Schranktür. Schnell schnappte ich den Lappen und stieß mir das Bein an der noch offenen Klappe.

Mit Tränen in den Augen aus Wut und Schmerz wollte ich als nächstes die Wäsche aufhängen und bei mir wird alles ordnungsgemäß aufgehängt und angeklammert.

Ich weiß nicht, wie viele Wäscheklammern mit dabei in meinem Leben schon runtergefallen sind… Im Durchschnitt sicherlich 3 bei ca. 3-4 Maschinen die Woche in 52 Wochen und selbst waschen tue ich seit ca. 17 Jahren. Also ca. 9282 Stück. In anderthalb Jahren können wir dann das Jubiläum für die 10000ste feiern.

Als ich mich nach einer blöden Klammer bückte, sah ich in vier braune Äuglein, die mich erwartungsvoll anschauten und mich einmal mehr aus Alltag und Stress rissen.

Also knuddelte ich erstmal meine beiden "Monsterbärchen" und nachdem ich danach die 728 Hundehaare wieder von meinem schwarzen Pulli entfernt hatte, ging es mir schon viel besser.



Fazit: Es war kein erfolgreicher Tag, aber ein lehrreicher, wenn ich mich nächstes Mal daran erinnere, am besten gleich wieder ins Bett zu gehen. 


Donnerstag, 28. Mai 2015

SELFIE TIME


Leute, Leute, Leute! Ich kann heute nicht mehr anders, ich muss mich einfach mal zu diesem schönen Trend der Selbstportraits, also der heißgeliebten Selfies äußern:

Ich finde es einfach fantastisch, wenn erwachsene Menschen mich jeden Tag mit ihren tollen Bildern beglücken und ich stets und ständig alle Gefühlsregungen an ihren meist so zauberhaften Gesichtern ablesen soll… äh kann - natürlich.

Denn man ahnt ja gar nicht, welche schauspielerischen Fähigkeiten alle so in einem schlummern und das sollte man der Welt auch ausreichend mitteilen.

Ich hatte mich da bisher ein bisschen zurück gehalten, da ich mich selbst wohl für nicht so wichtig halte, um mich immerzu so neumodisch abzulichten, aber HEUTE wollte ich mich dann auch mal zeigen!

Und damit ihr alle noch etwas lernt, habe ich die besten und bekanntesten Posen und ein paar Ratschläge für euch zusammengestellt:

Die Umgebung 
  •           Sucht euch einen Raum, der mehr oder weniger gut beleuchtet ist.
  •           Sucht einen Raum mit Spiegel, um diesen mit einzubauen oder sich noch mal von der eigenen Unwiderstehlichkeit zu überzeugen.
  •           Das Bad ist dafür die Topadresse, denn in die Umgebung des stillen Örtchens ist für Selfies einfach passend.

Der Hintergrund 
  •           Wählt den Hintergrund eurem Teint entsprechend. Für blasse Typen für mich eignen sich besonders helle Hintergründe, damit wenigstens meine Augen und Lippen noch zu erkennen sind.
  •           Wenn mit Blitz fotografiert wird, nehmt Fliesen, glatte Flächen oder Spiegel als Hintergrund, damit es sich der Blitz schön spiegelt und euch erhellt.
  •           Geeignete Utensilien wie Reinigungsmittel, Putzlappen, Mülleimer oder das WC sollten immer im Hintergrund zu sehen sein und werten jedes Bild auf! 

Styling 
  •          Zieht euch hübsch an oder so wie ihr meint es sei hübsch oder eben so wie immer.
  •           Für die die was zu zeigen haben: Zeigt her eure Möpse und schießt das Foto schön von schräg oben mit entsprechendem Gesichtsausdruck (siehe unten).
  •          Lippenstift und übertriebene Schminke  verstärken gerne ein nuttiges Aussehen, also immer rauf damit.
  •          Zigaretten & Schnäpschen in der Hand lassen euch noch stärker erschienen.

Die wichtigsten Posten (wie auf den Bildern von links nach rechts, erst oben dann unten):

1. Zeige immer wie lustig du bist. Denn das kann dir keiner nehmen!

2. Zeige auch allen wie sexy bist. Bestimmte Typen stehen drauf!

3. „Nimm mich  - denn du bekommst nichts Besseres als mich“, ist die Botschaft dieses Bildes. Freut sich bestimmt auch ein potentieller (neuer?) Arbeitgeber, so etwas von dir zu sehen.

4. Wenn du sauer oder enttäuscht bist, dann zeige der Welt, dass sie dich alle mal können und du stark bist.
TIP!!! Stufe 2 wäre dann ein Stinkefinger, Stufe 3 dein nackter Hintern.

5. Paaaarty! Teile allen mit, dass du die Partymaus bist, die immer fröhlich ist und jede Feier mitnimmt und zum Misserfolg macht.

6. Wenn du mal auf Kuschelkurs bist, zeige allen mit einem Kuss-Selfie, was für eine Schmusekatze du bist.

7. Das unschuldige und freche kleine Entenschnäutzlein darf in keiner Kollektion fehlen!

8. Sei auch einfach mal du selbst! Du muss nicht immer eine Pose machen, manchmal ist Natürlichkeit der Schlüssel zum Erfolg ;-).

In diesem Sinne: Weitermachen, dann haben wir alle was zu lachen!



Montag, 25. Mai 2015

Mein geistiger Erguss zu christlichen Feiertagen



Heute ist Pfingsten, aber was feiern wir denn da heute, außer dass die meisten von uns frei haben???

Na, wer ist denn noch so religiös und Bibel treu, dass er die Geschichte erzählen kann?

Um euch zu helfen: Es war die "Ausgießung des heiligen Geistes" auf die Jünger Jesu, der Heilige Geist, der als Feuerzungen über den Köpfen erschien und in jeden einzelnen hinein fuhr, ohne die Haare zu verbrennen oder den Kopf weich zu machen oder so.

Das ist Pfingsten, ein weniger bekanntes Kirchenfest. Aber welche gibt es noch? Gehen wir sie doch schnell mal durch:

Beginnen wir mit dem ersten Fest des Kirchenjahres, dem Advent, dem Warten auf die Wiederkunft Christi. Aber sollte es nicht eher die Niederkunft von Maria heißen?

Kommt schon von Weihnachten wissen wir doch mehr. Da können alle mitmachen. Das ist das nervige, kommerzielle Fest der vielen Geschenke und der Völlerei.

Der Hintergrund damals als die Jungfrau Maria und Stiefvater Josef den kleinen Jesus bekommen haben, noch nicht vom Weihnachtsmann, sondern da war jemand… ähm, etwas anderes in Maria gefahren und ein Kindlein ist entstanden, das uns alle zu erlösen bereit war.

Und ein paar Tage nach der Geburt am 06.01. kamen die heiligen drei Könige oder Weisen aus dem Morgenland mit Kamille, Myrre, Minze und Weihrauch (=findet den Fehler ;-) ), um den Heiland zu beschenken und sehen.

Dann folgt der Aschermittwoch an dem ist nicht nur alles vorbei, denn da beginnt vor allem etwas Lustiges: Die 40-tägige Fastenzeit, die eh niemand durchhält, genau wie die guten Vorsätze fürs neue Jahr.

Palmsonntag, der Sonntag vor dem Osterfest ist dann der letzte Tag der Fastenzeit. An diesem Tag zog Jesu in Jerusalem ein und es wurde ihm zu Ehren, Palmenwedel auf die Straße geworfen, keine Mobilfunkgeräte, was die IT-Generation heutzutage denken könnten…

Am Gründonnerstag wurde das letzte Abendmahl zusammen eingenommen und hoffentlich gefeiert und gesoffen, obwohl Judas wohl ein bisschen zu viel hatte, denn sonst hätte er seinen Boss wohl nicht geküsst und so verraten.

Karfreitag folgte die Kreuzigung von Jesus. Und weil es wahrscheinlich noch grausamer war, als im Film „Die Passion Christi“, keine Witze meinerseits.

Ostersonntag – das Fest der Hoffnung und Auferstehung, das höchste Kirchenfest! Ein Glück hat ER es doch zurück geschafft. ER wäre ein guter Actionheld gewesen.  

Aber nach 40 Tagen ist ER dann doch abgefahren – Richtung Himmel und zum Papa an Christi Himmelfahrt und hat dann ein paar Tage später den Geist geschickt (Pfingsten).

Nach dem aufregenden Frühjahr folgt die Sommerpause bis zum 15. August, wo Maria Himmelfahrt, die Ankunft dieser in den Wolken gefeiert wird.

Mit Allerheiligen 31.10., wo Heilige gefeiert werden & Allerseelen am 01.11., wo den Seelen im Fegefeuer gedacht wird (also auch mir irgendwann) beginnt die traurige und trübe Zeit.

Der Buß- und Bettag (leider nur mit 2 „t“, auch wenn oft von Katholiken verwechselt), folgt am Mittwoch vor dem Totensonntag. Ein trauriger Tag des Gedenkens. In manchen Gegenden auch „Ewigkeitssonntag“ genannt – das klingt viel schöner und wird bei mir ab jetzt so heißen!

Und dann beginnt das Kirchenjahr von Neuen, denn man muss ja was zu feiern haben. Das ist doch der Grund der meisten!

Denn ganz ehrlich Leute, wer kennt den noch die Hintergründe und glaubt daran?

Als Kind wollte ich auch die Tontauben fliegen lassen, so wie Jesus, aber irgendwann habe ich die Fantasie und den Glauben daran verloren.

Aber trotzdem hat meine in Maßen christliche Erziehung dazu beigetragen, viele Dinge zu verstehen, bewerten und beurteilen zu können und ich möchte es nicht missen.  

Ich bin aus Rücksicht ausgetreten, denn wenn ich noch mal beichten müsste,
…. dann würde der Pfarrer sein Amt hinschmeißen und mit ins echte Leben kommen.



Cu in hell J


Stufenweise – Fangen wir heute mit Verstehen an


Wenn es dir nicht gut geht und bist kraft- und mutlos, meinst du, dir helfen kluge, wenn auch sicher gut gemeinte Sprüche von anderen?

Ich musste aufgrund von zwei Ereignissen in den letzten Tagen viel darüber nachdenken, dass man immer Sprüche klopft und mit einigen Floskeln versucht, den anderen wieder aufzubauen, dabei aber völlig unterschätzt, was derzeit vielleicht derzeit gar nicht im Bereich des Möglichen liegt.

„Kopf hoch“, „Alles wird gut“, „Bald bist du wieder ganz der Alte“, „Mach ganz ruhig, das wird schon wieder“. Bla, bla, bla!  Alles leere Worte, wenn man den Blick eben zurzeit nicht nach vorne richten kann.

Ich hatte noch nie so intensiv darüber nachgedacht, denn wenn ich mal richtig wütend oder traurig bin, dann wird laut geflucht, getobt, geheult und danach ist alles halb so schlimm und weiter geht es.

Und heute stand ich vor dieser Treppe und habe schon einen Seufzer losgelassen, bei dem Gedanken, sie gleich hochsteigen zu müssen, denn sie ist hoch und steil und ziemlich anstrengend. Aber ich dachte mir, ich könnte ja langsam machen…

Und da habe ich angefangen etwas zu begreifen: Langsam machen. Ja, du kannst das, aber was ist, wenn du nun zwei gebrochene Beine hättest plus ausgekugelten Arm?

Da hilft kein Ratschlag langsam zu machen, da hilft im ersten Moment nur zu pausieren, zu ruhen und abzuwarten. Da hilft auch kein Gezerre und Gedrängel, kein Anschieben, da hilft nur die Zeit, die Wunden heilen zu lassen.
Und ich stelle mir vor, mit einem ausgekugelten Herz oder angeschlagenen Geist ist es ganz genauso. Der muss erst einmal zur Ruhe kommen und heilen – und das dauert oft viel länger als körperliche Wunden, denn das ist auch nicht so schnell gekommen wie ein Beinbruch.

Das sollten wir uns alle einmal klar machen und anfangen zu begreifen, was wir überhaupt tun können, um zu helfen.

Was das ist? Ich bin da kein Experte, ich bin nur Amateur. Ich will mir nicht anmaßen, da etwas zu raten. Aber wir versuchen zu verstehen, was ich die Worte gut gemeinter Ratschläge bedeuten können.

Wir sollten vielleicht fragen, was wir tun können, statt zu raten… und lieber zuhören als einfach reden…. 

Wir sollten Blumen zu streuen, statt Steine in den Weg zu legen. Am besten ab heute!




PS. Das Leben ist nicht immer einfach, aber LEBENSWERT! Vergesst das bloß nicht!


Freitag, 22. Mai 2015




Meine große Liebe...


... ist die Insel Usedom. Neben den Hunden, versteht sich, und Mr. X oder Y oder so ;-).


Ja, ich bin wirklich verliebt in diese wunderschöne Insel mit den schönen Stränden, tollen Villen, viel Natur und tollen Leuten. Da ich das Glück hatte fast das ganze Jahr 2013 dort zu verbringen, ist es für mich wie nach Hause kommen und wie Urlaub dort aufs Meer zu schauen, auch wenn es meistens geschäftliche Anlässe sind, die mich dorthin fahren lassen.


Ich habe jedes Mal vor Freude die oft beschriebenen Schmetterlinge im Bauch, wenn ich über die Zecheriner Brücke auf MEINE Insel fahre. Durch die tollen Alleen und Wälder bis zu den drei Kaiserbädern mit den schönen Seebrücken, von denen mir die Ahlbecker jedoch am besten gefällt. Warum, das kann man hier wohl sehen.


Und egal wie viele Termine ich habe, ich MUSS ich jedes Mal einen Fuß auf diese Brücke setzen und denke an Loriots "Pappa ante portas" und damit an seine größten Fans ;-).





Warum in die Ferne schweifen... denn Usedom ist nah.

Wer es noch nicht da war, sollte Usedom mal für den nächsten Urlaub einplanen - am besten in der Zeit von September bis Mai - denn dann ist alles noch nicht ganz so voll und überlaufen und man kann die Sonneninsel viel entspannter kennen lernen und genießen.


Für Hotel- und Restaurant- sowie Ausflugstipps stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.












PS. Danke für die schöne Zeit und den Strandspaziergang mit euch, K.,A. & P. ;-)!
Und A., es war schön, dich gesehen zu haben!


Mittwoch, 20. Mai 2015


Ratgeber für den allgemeinen Umgang mit Urlaubern


Mensch Leute, wir wissen doch nun alle, dass die Müritzregion an den Feiertagen und Wochenenden von April bis Anfang Oktober sowie die kompletten Monate Juli & August komplett in Urlauberhand ist!!!

Was wollen denn dann hier noch die Einheimischen, weder am Hafen in den Bars und Restaurants, noch im Nationalpark oder anderen Freizeiteinrichtungen? Für uns bleibt doch im Winter und an Regentagen genug Zeit, diese Annehmlichkeiten auszukosten.

Ausweichmöglichkeiten bieten auch die altbewährten Schrebergärten, in die wir uns still zurückziehen und unser eigenes Essen anbauen können, um nicht zu oft in die Versuchung zu kommen, den Ferienwohnungsgästen und Wasserkäufern unter den Hotelgästen an einer Supermarktkasse im Weg zu stehen.

Urlauber reagieren nämlich mitunter sehr gereizt und kaum entspannt, wenn man mit Ihnen unter verschiedensten Umständen zusammen stößt.

Für den friedlichen Umgang miteinander habe ich mit einem Expertenteam einige Tipps für alle Einheimischen zusammengestellt.

1.  Sobald der Urlauber im Urlaub ist, ist Zeit für Ruhe und Entspannung. Das (Nach-) Denken wird generell abgeschaltet – denn dazu ist der Urlaub da. Darauf sollten wir bei allen Beispielen generell eingestellt sein.

2. Urlauber haben grundsätzlich Recht und Vorfahrt, ob mit dem Auto, Schiff oder Fahrrad. Vermeide bitte zu den oben genannten Zeiten zu (Aus-) Fahrten.

3.    Unvorhergesehene Bremsmanöver, speziell in Gegenden, wo man plötzlich und unerwartet Wasser oder derzeit Rapsfelder entdecken kann, gehören dazu. 
Ein angemessener Sicherheitsabstand und freundliches Winken beim Überholmanöver ersetzen bitte zukünftig lautes Hupen und wildes Gestikulieren (außer in Notfällen).

4.    Sollten Sie einen Fußgängerweg benutzen, weiche doch bitte immer den dort befindlichen Fahrradfahrern aus, denn der Schilderlesende gibt nach…

5.    Egal ob Horden von Fußgängern oder Radgruppen, es wir eine Einordnung oder eine Umweg von bis zu fünf Kilometern empfohlen, um eigene Nerven zu schonen.

6.    Urlaubspaare haben grundsätzlich das Recht nebeneinander zu gehen oder zu fahren – egal ob dein Hund oder Kind dabei drauf geht.
Weiche bitte umgehend in die Büsche oder auf die Straße aus, denn der 12 Tonner-LKW auf der Zweispurigen ist weniger gefährlich gesplittete als Paare. 

7.    Im Supermarkt lasse die Urlauber grundsätzlich vor, denn die haben doch keine Zeit!!! Die eingekauften Bier- und Wasserflaschen müssen vor dem Verderben, schnell und heimlich zu den Zimmern geschleppt und in der Minibar gekühlt werden.

8.    Vordrängeln und mit dem Einkaufswagen in die Hacken fahren, ist als freundliche Kontaktaufnahme der Urlauber zu werten und entsprechend
(vielleicht auch trotz schmerzender Achillessehne) mit einem Lächeln zu belohnen.

9.    Sämtliche Belehrungen bezüglich der Urlauber sind zu unterlassen, denn sie werden dir erklären, wo es (hier im Osten) lang geht. Also nur freundlich lächeln, nicken,…
Weitere Tipps im Umgang speziell im Hotel folgen gerne zu einem späteren Zeitpunkt J

Und bei Fragen zu Einzelfällen bucht gerne meine Schulungen zu den Themen „Positive Kommunikation“ oder „Beschwerdemanagement“ J.


DENN GANZ WICHTIG: Bitte hier nicht alles so „bierernst“ nehmen, denn die, die mich wirklich kennen, wissen, dass ich mit Leib und Seele meine Hotels leite und geleitet habe und das wir immer alles gemacht haben, um den Gästen ihre möglichen Wünsche zu erfüllen!

Wir brauchen jeden einzelnen Gast in der Region und zwar nicht nur im Sommer, sondern auch in der sogenannten Nebensaison!

Wir brauchen viel mehr gute Qualität und Dienstleitungsbereitschaft- und freundliche Einheimische außen herum, die verstehen, wer ihr alles vom Tourismus profitiert und lebt!

In diesem Sinne allen eine erfolgreiche Saison und allen Urlaubern erholsamen Urlaub!



Montag, 18. Mai 2015

Wer sich erkennt, ist selber Schuld


  … und wer es mir übel nimmt und es vielleicht noch kommentiert, der ist nicht nur Schuld sondern auch doof J

Aha, werden jetzt viele denken. Oder vielleicht: Was will sie uns damit sagen!?

Ich habe viel und lange überlegt, ob ich solch einen Blog eröffne und mir das von der Seele schreibe, was mich gerade bewegt oder belustigt. Ein bisschen ist es nämlich doch wie „die Hose runter zu lassen“ und nicht nur die konkreten Inhalte, sondern auch die Art zu schreiben und die Meinungen die ich vertrete, werden viel über mich verraten.

Ist das gut oder eher schlecht? Ich weiß es noch nicht. Aber bald.

Und was wird alles verraten?

Jetzt wird es spannend… Denn da ich ja nicht alleine auf dieser Welt bin, werden die Nebenrollen in meinem Leben immer neu besetzt. Die Schauplätze und Bühnen werden sich ändern und ich werde von der Vergangenheit zur Zukunft springen und zurück. Eine Zeitreisende wollte ich immer schon sein und auch gerne „die Frau des Zeitreisenden“ (wenn es Eric Bana ist ;-) ).

Und ALLE Menschen, die mir auf diesen Reisen begegnen werden oder schon sind, können hier in meinem Blog auftauchen.

„Schreibst du auch über deine Exfreunde?“ war heute die erste Frage eines Herren den ich nach langer Zeit mal wieder traf.

Aber wie könnte ich…. es nicht tun!

Die bekommen sogar extra Kapitel und besondere Widmungen, wo wir uns doch mal wichtig waren.

Aber keine Angst, ich werden keine Namen nennen, ich werde aufpassen, dass man keine direkten Bezüge herstellen kann. Ich werde eure und meine Privatsphäre akzeptieren – wenn sie nicht gerade zu unser aller Belustigung beträgt J.

Und wie gesagt: Falls sich doch jemand erkennt, dann schmunzelt oder flucht einmal und seit erfreut, dass jemand an euch denkt ♥.

In diesem Sinne liebe Leute, genug der Vorreden. So let the blog begin :)

Sonntag, 17. Mai 2015

WER ICH BIN!?


Oh, ich hatte ganz vergessen, mich vorzustellen, sondern habe gleich mal drauf los geschrieben, wohl eher an die, die mich schon kennen. Aber an die „Unbekannten“ habe ich nicht gedacht. Darum danke für die Mail unter dem wundervollen Pseudonym, das ich hier nicht nennen will ;-).

WER BIN ICH ALSO? Gute Frage, die ich mir manchmal selbst stelle und der Antwort ich noch suche. Nicht immer, auch nicht immer öfter, aber manchmal habe ich noch nicht meine „Mitte“ gefunden, mich noch nicht gefunden oder das, was ich eigentlich sein will gefunden.

Klingt als wäre ich ein komplizierter Mensch, aber das bin ich nicht. Nur noch nicht ganz fertig oder besser gesagt, immer noch nicht bereit dazu, für immer erwachsen zu sein.

Ein bisschen Unvernunft, Freiheit, Spaß, Genuss und Leidenschaft stehen im Privaten, der Disziplin, der Exaktheit, Ausdauer und dem Ehrgeiz im beruflichen Leben gegenüber.

Meine „Work-Life-Balance“, um ein modernes Wort zu nutzen, hat ihren Schwerpunkt ganz klar im beruflichen, darum muss ich, wenn ich "ich" sein darf, doppelt soviel geben, genießen, leben oder lieben. Mit Emotionen und Leidenschaft. Das bin wohl ich.

Meine größte Liebe ist mein Hund Louis (Jack-Russell-Terrier, glattes Haar, bald acht Jahre) der seit Jahren treu an meiner Seite ist und mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert, egal wie trüb der Tag sein mag. Und dann ist da neuerdings noch Lilly (auch JRT in wuschelig, fast zwei Jahre), die mein Herz im Sturm erobert hat und ein ganz zauberhaftes Wesen ist.

Zusammen sind wir nun die „Russell-Bande“, wohnen an der Müritz und lieben die Natur und das Meer. Sonstige Fakten: Ich bin 37 Jahre, 1,77 m groß und wiege xx kg und bin glücklicher Single mit Hausfreunden ;).

Alles Weitere werdet ihr erfahren. Danke fürs Mich-Kennenlernen ♥!



(Müritz) Sail, sail far away…


Es ist Wochenende, es ist Müritz Sail, die Sonne scheint - und es ist trotzdem kalt und windig. Der erste Dämpfer, wenn du das Haus frohen Mutes Richtung Hafen verlässt. Aber egal, denn die Hunde müssen raus und ich wollte mir das Kochen heute ersparen.

Ich stapfte munter zum Hafen runter und entschied mich sogar, heute mal Fleisch zu essen und zwar Kasseler mit Sauerkraut, weil ich da ja nicht so oft bekomme. Für ganze EUR 6,00 immerhin aus dem großen Bottich.

„Naja, was soll’s. Willst ja auch nicht nur eine Wurst essen, sondern was Vernünftiges“, dachte ich noch,  bis ich die Portion sah. In einer „Pommesschale“ waren drei Esslöffelchen Sauerkraut und eine trockene Scheibe Pökelware…

Erstaunt sagte ich: „Mensch, ob ich das alles schaffe…“, doch die nette polnische Dame lächelte mich nur an und hatte weder den Inhalt noch den Sarkasmus meiner Worte verstanden. 
Oder verstanden, aber nett überhört. Manchmal kann es auch von Vorteil sein, offiziell kein Deutsch zu sprechen.

Da kleine Portionen auch schnell kalt werden, begab ich mich zügig an den nächsten klebrigen Tisch und bin mir sicher, man hätte noch 1,2 Promille gehabt, hätte man die Spuren der letzten Nacht mit der Zunge beseitigt.

Grundsätzlich ist es übrigens nicht die beste Idee mit zwei Hunden auf klapperigen Bierbänken zu sitzen, wo sich die Hunde alle 30 Sekunden in und mit Leinen zwischen den Tisch-, Bankbeinen und den eigenen verheddern können, um dann fast alles, inklusive mir, mit sich zu reißen, wenn ein anderer Hund nähren sollte…

Und Plastikbesteck ist übrigens komplett ungeeignet um das dröge (norddeutsch für  trocken, langweilig, reizlos – Erklärung für unsere „ausländischen“ Freunde ;) ) Fleischteil zu zerteilen. Aber so viel war’s ja nicht.

Weiterhin hungrig schleppte ich mich weiter am Hafen entlang, nun auf der Suche nach eine kleinen Süßigkeit. Super, es gab Softeis mit Schokohaube. Lecker!
Zum Eis auch ein nettes Lächeln vom Verkäufern und dazu die lustige Bemerkung, dass die Hundehaufen meiner beiden bestimmt ähnlich aussähen wie das Eis ….
Ich weiß nicht, ob ihr es nachvollziehen könnt, aber die Freude an dem „Häufchen“ in der Waffel zu schlecken war doch ein wenig getrübt


Ich ging ohne ein weiteres Wort in Richtung meines Zuhauses und auf dem Weg verhöhnte mich das Schild vom Chinamann – Büfett für nur EUR 7,90 - mit gemütlichen Sitzplatz, Geschirr und Besteck und sicher ohne Bemerkung zur Form der gebackenen Bananen…