Stufenweise – Fangen wir heute mit Verstehen an
Wenn es dir nicht gut geht und
bist kraft- und mutlos, meinst du, dir helfen kluge, wenn auch sicher gut gemeinte Sprüche
von anderen?
Ich musste aufgrund von zwei Ereignissen
in den letzten Tagen viel darüber nachdenken, dass man immer Sprüche klopft und
mit einigen Floskeln versucht, den anderen wieder aufzubauen, dabei aber völlig
unterschätzt, was derzeit vielleicht derzeit gar nicht im Bereich des
Möglichen liegt.
„Kopf hoch“, „Alles wird gut“, „Bald
bist du wieder ganz der Alte“, „Mach ganz ruhig, das wird schon wieder“. Bla,
bla, bla! Alles leere Worte, wenn man den
Blick eben zurzeit nicht nach vorne richten kann.
Ich hatte noch nie so intensiv
darüber nachgedacht, denn wenn ich mal richtig wütend oder traurig bin, dann wird
laut geflucht, getobt, geheult und danach ist alles halb so schlimm und weiter
geht es.
Und heute stand ich vor dieser Treppe und habe schon einen Seufzer losgelassen, bei dem Gedanken, sie gleich hochsteigen zu müssen, denn sie ist hoch und steil und ziemlich anstrengend. Aber ich dachte mir, ich könnte ja langsam machen…
Und heute stand ich vor dieser Treppe und habe schon einen Seufzer losgelassen, bei dem Gedanken, sie gleich hochsteigen zu müssen, denn sie ist hoch und steil und ziemlich anstrengend. Aber ich dachte mir, ich könnte ja langsam machen…
Und da habe ich angefangen etwas
zu begreifen: Langsam machen. Ja, du kannst das, aber was ist, wenn du nun zwei
gebrochene Beine hättest plus ausgekugelten Arm?
Da hilft kein Ratschlag langsam
zu machen, da hilft im ersten Moment nur zu pausieren, zu ruhen und abzuwarten.
Da hilft auch kein Gezerre und Gedrängel, kein Anschieben, da hilft nur die
Zeit, die Wunden heilen zu lassen.
Und ich stelle mir vor, mit einem ausgekugelten Herz oder angeschlagenen Geist ist es ganz genauso. Der muss erst einmal zur Ruhe kommen und heilen – und das dauert oft viel länger als körperliche Wunden, denn das ist auch nicht so schnell gekommen wie ein Beinbruch.
Und ich stelle mir vor, mit einem ausgekugelten Herz oder angeschlagenen Geist ist es ganz genauso. Der muss erst einmal zur Ruhe kommen und heilen – und das dauert oft viel länger als körperliche Wunden, denn das ist auch nicht so schnell gekommen wie ein Beinbruch.
Das sollten wir uns alle einmal
klar machen und anfangen zu begreifen, was wir überhaupt tun können, um zu
helfen.
Was das ist? Ich bin da kein
Experte, ich bin nur Amateur. Ich will mir nicht anmaßen, da etwas zu raten. Aber
wir versuchen zu verstehen, was ich die Worte gut gemeinter Ratschläge bedeuten
können.
Wir sollten vielleicht fragen,
was wir tun können, statt zu raten… und lieber zuhören als einfach reden….
Wir sollten Blumen zu streuen, statt Steine in den Weg zu legen. Am besten ab heute!
PS. Das Leben ist nicht immer einfach, aber LEBENSWERT! Vergesst das bloß nicht!
