Mittwoch, 20. Mai 2015


Ratgeber für den allgemeinen Umgang mit Urlaubern


Mensch Leute, wir wissen doch nun alle, dass die Müritzregion an den Feiertagen und Wochenenden von April bis Anfang Oktober sowie die kompletten Monate Juli & August komplett in Urlauberhand ist!!!

Was wollen denn dann hier noch die Einheimischen, weder am Hafen in den Bars und Restaurants, noch im Nationalpark oder anderen Freizeiteinrichtungen? Für uns bleibt doch im Winter und an Regentagen genug Zeit, diese Annehmlichkeiten auszukosten.

Ausweichmöglichkeiten bieten auch die altbewährten Schrebergärten, in die wir uns still zurückziehen und unser eigenes Essen anbauen können, um nicht zu oft in die Versuchung zu kommen, den Ferienwohnungsgästen und Wasserkäufern unter den Hotelgästen an einer Supermarktkasse im Weg zu stehen.

Urlauber reagieren nämlich mitunter sehr gereizt und kaum entspannt, wenn man mit Ihnen unter verschiedensten Umständen zusammen stößt.

Für den friedlichen Umgang miteinander habe ich mit einem Expertenteam einige Tipps für alle Einheimischen zusammengestellt.

1.  Sobald der Urlauber im Urlaub ist, ist Zeit für Ruhe und Entspannung. Das (Nach-) Denken wird generell abgeschaltet – denn dazu ist der Urlaub da. Darauf sollten wir bei allen Beispielen generell eingestellt sein.

2. Urlauber haben grundsätzlich Recht und Vorfahrt, ob mit dem Auto, Schiff oder Fahrrad. Vermeide bitte zu den oben genannten Zeiten zu (Aus-) Fahrten.

3.    Unvorhergesehene Bremsmanöver, speziell in Gegenden, wo man plötzlich und unerwartet Wasser oder derzeit Rapsfelder entdecken kann, gehören dazu. 
Ein angemessener Sicherheitsabstand und freundliches Winken beim Überholmanöver ersetzen bitte zukünftig lautes Hupen und wildes Gestikulieren (außer in Notfällen).

4.    Sollten Sie einen Fußgängerweg benutzen, weiche doch bitte immer den dort befindlichen Fahrradfahrern aus, denn der Schilderlesende gibt nach…

5.    Egal ob Horden von Fußgängern oder Radgruppen, es wir eine Einordnung oder eine Umweg von bis zu fünf Kilometern empfohlen, um eigene Nerven zu schonen.

6.    Urlaubspaare haben grundsätzlich das Recht nebeneinander zu gehen oder zu fahren – egal ob dein Hund oder Kind dabei drauf geht.
Weiche bitte umgehend in die Büsche oder auf die Straße aus, denn der 12 Tonner-LKW auf der Zweispurigen ist weniger gefährlich gesplittete als Paare. 

7.    Im Supermarkt lasse die Urlauber grundsätzlich vor, denn die haben doch keine Zeit!!! Die eingekauften Bier- und Wasserflaschen müssen vor dem Verderben, schnell und heimlich zu den Zimmern geschleppt und in der Minibar gekühlt werden.

8.    Vordrängeln und mit dem Einkaufswagen in die Hacken fahren, ist als freundliche Kontaktaufnahme der Urlauber zu werten und entsprechend
(vielleicht auch trotz schmerzender Achillessehne) mit einem Lächeln zu belohnen.

9.    Sämtliche Belehrungen bezüglich der Urlauber sind zu unterlassen, denn sie werden dir erklären, wo es (hier im Osten) lang geht. Also nur freundlich lächeln, nicken,…
Weitere Tipps im Umgang speziell im Hotel folgen gerne zu einem späteren Zeitpunkt J

Und bei Fragen zu Einzelfällen bucht gerne meine Schulungen zu den Themen „Positive Kommunikation“ oder „Beschwerdemanagement“ J.


DENN GANZ WICHTIG: Bitte hier nicht alles so „bierernst“ nehmen, denn die, die mich wirklich kennen, wissen, dass ich mit Leib und Seele meine Hotels leite und geleitet habe und das wir immer alles gemacht haben, um den Gästen ihre möglichen Wünsche zu erfüllen!

Wir brauchen jeden einzelnen Gast in der Region und zwar nicht nur im Sommer, sondern auch in der sogenannten Nebensaison!

Wir brauchen viel mehr gute Qualität und Dienstleitungsbereitschaft- und freundliche Einheimische außen herum, die verstehen, wer ihr alles vom Tourismus profitiert und lebt!

In diesem Sinne allen eine erfolgreiche Saison und allen Urlaubern erholsamen Urlaub!